Die zweite Woche der French Open startet und bereits jetzt ist klar: Es wird einen neuen Titelträger in Roland Garros geben. Dieser Umstand sorgt offenbar für neuen Schwung unter den verbliebenen Spielern.
Wie der italienische Profi Flavio Cobolli erklärte, herrsche unter den Spielern eine "andere Atmosphäre", seit Jannik Sinner und auch Novak Djokovic aus dem Turnier ausschieden.
"Die Atmosphäre ist jetzt eine andere, vor allem seit die beiden stärksten Spieler (Titelverteidiger Alcaraz fehlt verletzungsbedingt, Anm. d. Red.) nicht mehr dabei sind – und nun auch Novak nicht mehr", wird Cobolli von "Tennis365" zitiert.
"Wenn man durch die Umkleidekabine geht, merkt man sofort, dass sich für alle eine Chance eröffnet hat, und jeder möchte diese Gelegenheit nutzen. Wir sind alle bereit, um jeden Punkt zu kämpfen und zu versuchen, bei diesem Turnier etwas Bedeutendes zu erreichen."
Weil auch Daniil Medvedev bereits in der ersten Runde die Segel strich, wird sich in diesem Jahr nicht nur ein neuer French-Open-Champion die Krone aufsetzen, vielmehr ist unter den übrig gebliebenen Akteuren kein einziger mehr mit einem Grand-Slam-Titel, was die Bedeutung noch weiter steigert.
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Zverev nun der Favorit
Durch das Ausscheiden der anderen Favoriten hat nun Alexander Zverev den ganz großen Druck der Gejagte zu sein. Der Hamburger ist als Nummer zwei der Setzliste nun auf dem Papier der klare Favorit. Nur selten war die Chance größer für Zverev, seinen ersten Grand-Slam-Sieg einzufahren.
Der Deutsche gibt sich in Interviews betont locker, aber auch fokussiert. Von einer möglichen Favoritenrolle will er jedoch nichts wissen. Bisher tut Zverev gut daran, sich nur auf die kommenden Matches zu konzentrieren. In den bisherigen vier Matches verlor er lediglich einen einzigen Satz.
Im Viertelfinale erwartet ihn am Dienstag Top-Talent Rafael Jodar. Der Spanier ist erst 19 Jahre alt und spielt seine erste Profi-Saison. In Paris spielt Jodar sein zweites Grand-Slam-Turnier auf Profi-Level. Dass er dennoch im Viertelfinale steht, spricht Bände.










