Mit 31 Jahren hat Tamara Korpatsch erstmals in ihrer Karriere die 3. Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Am Mittwoch bezwang sie die favorisierte Chinesin Xinyu Wang mit 6:2, 2:6 und 6:3.
In Roland Garros versucht Korpatsch 2026 zum insgesamt zehnten Mal ihr Glück. Sechsmal schied sie in der Qualifikation aus, 2020 und 2025 scheiterte Korpatsch in Runde eins, 2024 schied sie nach einem Auftaktsieg gegen die US-Amerikanerin Ashlyn Krueger in der 2. Runde aus.
Die 2. Runde erreichte die Deutsche auch 2023 in Wimbledon und 2023 bei den US Open - nun ging es erstmals noch weiter. "Ich bin sehr glücklich, dass ich es endlich über die zweite Runde hinaus geschafft habe bei einem Grand Slam", betonte Korpatsch bei "Eurosport".
Auffallend: Korpatsch servierte ihren ersten Aufschlag im Schnitt lediglich mit 112 km/h und musste so immer wieder Breakchancen zulassen.
In den entscheidenden Momenten wahrte Korpatsch allerdings die Nerven und wehrte satte elf von 15 Breakmöglichkeiten ab. Ihrerseits nutzte die DTB-Vertreterin fünf von acht Chancen.
Ausschlaggebend war zudem eine sehr hohe Fehlerquote der Weltranglisten-34. aus China, die sich 65 Unforced Errors leistete.
Kein Handshake nach Eklat im ersten Satz
Im ersten Satz kam es zudem zu einem Eklat: Nachdem viele knappe Entscheidungen zugunsten von Korpatsch ausgingen, gingen die Nerven mit Wang durch. Beim Stand von 5:2 kontrollierte sie einen Ballabdruck auf der Seite von Korpatsch - eine Aktion, die verboten ist und mit einer Verwarnung geahndet wurde.
"Die waren beide im Aus und ich habe in ihrem Gesicht gesehen, dass sie das auch sah. Aber sie meinte dennoch, dass da irgendwas zu sehen ist. Ich sagte dann zu ihr: 'Ist dir das nicht peinlich, dass du rüberkommst, nur, weil deine Box da so einen Alarm macht?'", bezog Korpatsch bei "Eurosport" Stellung zur Thematik.
Nachdem Korpatsch den Sack mit ihrem zweiten Matchball zumachte, verzichtete sie daher auf den obligatorischen Handshake.
"Am Netz sagte sie aber, dass sie das nicht gut fand mit den Ballabdrücken. Ich fragte sie, was sie nicht gut fände. 'Dass ich dir den Ball nicht geschenkt habe, oder was?' Ich sagte dann: 'Weißt du, was? Ich geb dir nicht die Hand.' Ich fand das total unsportlich von ihr", begründete die Deutsche ihre Reaktion. Zumindest für ihr Vorgehen entschuldigte sich Wang anschließend allerdings.
In der 3. Runde trifft Korpatsch nun auf die Ukrainerin Elina Svitolina (Nummer 7 der Weltrangliste), die der Spanierin Kaitlin Quevedo (Nummer 126 der Weltrangliste) in der 2. Runde deutlich die Grenzen aufzeigte.








