Tennis-Ikone Novak Djokovic hat nach seinem hart erkämpften Einzug in die dritte Runde der French Open deutliche Kritik an der fehlenden Hitzeregelung in Paris geäußert.
Der Serbe setzte sich in einem intensiven Match gegen Valentin Royer mit 6:3, 6:2, 6:7 (5:7), 6:3 durch und trifft nun auf Joao Fonseca.
Nach der Partie sprach Djokovic auf seiner Pressekonferenz über die enormen Belastungen bei den extrem heißen Bedingungen in Roland Garros. "Ich weiß nicht, ob ich zustimme, dass das ein 'relativ kurzes' Match war. Wenn man dreieinhalb Stunden auf Sand spielt, ist das lang und sehr kräftezehrend", sagte der 24-fache Grand-Slam-Sieger.
Vor allem der verlorene dritte Satz ärgerte den 38-Jährigen. "Es war meine eigene Schuld, dass ich nicht in drei Sätzen gewonnen habe. Ich hatte zwei Mal ein Break Vorsprung und sogar Matchbälle, wurde dann aber zu passiv", erklärte Djokovic. Royer habe die Unterstützung des Publikums genutzt und dadurch Momentum aufgebaut.
Trotz des klar wirkenden Ergebnisses sei die Partie deutlich schwieriger gewesen, als es der Spielstand vermuten lasse. "Er hat auf einem sehr hohen Niveau gespielt. Er war vom ersten Punkt an voll da und hatte einen klaren Matchplan", lobte Djokovic seinen Gegner.
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"Ich dachte, es gäbe so eine Regel"
Besonders kritisch äußerte sich der Weltranglisten-Sechste anschließend über die Regelungen bei extremer Hitze in Paris. Djokovic zeigte sich überrascht, dass es bei den French Open keine klare Hitzeregel wie bei den Australian Open gibt.
"Ich dachte eigentlich, jedes Grand-Slam-Turnier hätte so eine Regel", sagte er. Zwar gebe es in Roland Garros bestimmte Vorgaben, doch diese seien offenbar nicht mit einer Unterbrechung des Spielbetriebs verbunden.
Djokovic verwies auf die Australian Open, wo Matches bei extremen Temperaturen regelmäßig unterbrochen werden. "Dort wurde schon ein, zwei oder sogar drei Stunden pausiert, bis der Hitzeindex wieder gesunken ist. Ehrlich gesagt finde ich das fair", betonte er.
Der Serbe räumte zwar ein, dass eine Schließung des Dachs auf einzelnen Courts gegenüber den Spielern auf den Außenplätzen unfair sein könne. Dennoch sieht er bei Grand Slams genug Möglichkeiten, den Spielplan anzupassen. "Man kann Matches verschieben und trotzdem gute Bedingungen für Spieler und Zuschauer schaffen", sagte Djokovic.
Auch auf der ATP-Tour gebe es bereits Turniere, die wegen extremer Temperaturen später beginnen und bis tief in die Nacht dauern. "Ideal ist es nicht, nach Mitternacht fertig zu werden. Aber bei extremer Hitze sollte man darüber nachdenken", so Djokovic.










