Bundestrainer Julian Nagelsmann hat am Donnerstag am DFB-Campus in Frankfurt/Main seinen 26-köpfigen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada benannt. Dabei übte er auch Selbstkritik.
Du versuchst immer so wenig und hoffentlich werde ich es auch bleiben. Schon immer ehrlich zu sein zu den Spielern. Aber, und da gebe ich Ihnen recht, man kann immer diskutieren, ob das am Ende der perfekte Weg war, weiß ich nicht. Wenn ich jetzt ich sage ein Beispiel, das Olli vor vier Wochen gesagt hätte und der Manu sagt dann, wenn ich ihn frage Nein, er will nicht und steht nicht zur Debatte. Oder er verletzt sich extrem schwer oder was auch immer. Egal, es passiert irgendwas, was wir nicht wissen. Dann ist ein Vertrauensverhältnis mit einem Torwart vielleicht angeknackst, der dann spielen muss. Was, weil ich irgendwas ins Blaue geredet habe. Also ich kritisiere mich schon dafür, dass ich sage, man kann Dinge immer besser machen. Die Perfektion anzustreben ist ein Schwachsinn, weil die wird man nie erreichen. Und ich sage schon, dass ich fein bin mit der Kommunikation, sage aber auch, man hätte Dinge anders machen können. Ich versuche das ja eh schon viel zu erklären und versuche schon viele Menschen mitzunehmen. Mal gelingt mir das besser, mal schlechter und ich kann auch absolut verstehen, dass in der Torwartfrage manche sagen, das war nicht der richtige Weg und dass manche sagen, das war der richtige Weg. Daran sieht man schon Diese hundertProzentige Wahrheit gibt es nicht. Ja, ich glaube, aus Ollis Sicht ist es natürlich vielleicht ein Prozentpunkt oder ein paar Prozent mehr. So Ja, ich hätte es mir anders gewünscht. Andere sagen, es geht nicht viel anders war Richtig? Ich sage, man kann es anders machen. Vielleicht auch besser. Ob es dann besser ist, das weiß nur der liebe Gott. Ich weiß es nicht. Wir haben einige dieser jungen, sehr talentierten Spieler, die auf dem Sprung sind, vielleicht bei einer WM dabei zu sein und jetzt nicht ganz geschafft haben. Seit Hassan Tom, die natürlich nur die drei nimmt, ein großes Zukunftsversprechen. Auch sind für den DFB, die alle drei unterschiedliche Potentiale haben, aber sehr, sehr gute Spieler sind, die wir aber aus unterschiedlichen Gründen nicht nominiert haben. Das sind einige, viele junge Spieler, deren Zeit kommt, die noch viele Turniere spielen können. Und meines Wissens gibt es nach der WM noch einige weitere. Und da sind sie herzlich eingeladen, sich mit weiteren guten Leistungen zu bewerben. Wir wollen Weltmeister werden. Ich habe es vor kurzem noch mal gesehen. Es ist für mich nach wie vor ein Unterschied, ob man sagt Wir werden Weltmeister, wir wollen das werden. Und ich glaube, dass alle Mannschaften, die mitspielen, das wollen. Und wir wollen es auch. Dass dafür extrem viel bedarf, nicht nur gute Leistungen, die allen voran, aber auch ein bisschen Fortune, ein bisschen Glück in dem einen oder anderen Moment, das ist völlig klar. Aber wir wollen das Und wir. Jeder Spieler, der nominiert ist, ist in der Pflicht, das auch jeden Tag zu zeigen und jeden Tag alles dafür zu tun.