Head Coach Steve Kerr hat seinen Vertrag bei den Golden State Warriors um zwei Jahre verlängert. Am Freitag stellte er sich erstmals den Medien, sprach über die kommende Spielzeit - und gab auch eigene Fehler zu.
Mit einer Bilanz von 37-45 hatten die Warriors die Playoffs verpasst, das Titelfenster für Stephen Curry, Draymond Green und Jimmy Butler scheint sich definitiv geschlossen haben. Mit seiner eigenen Leistung war Kerr, mittlerweile seit zwölf Jahren Übungsleiter in Golden State, aber ebenfalls nicht zufrieden.
"Ich weiß, dass ich mich verbessern muss", betonte der 60-Jährige. "Ich hatte kein großartiges Jahr als Coach."
Ein Problem im Team: Die vielen Turnover (15,7 pro Spiel/Platz 28). "Wir sind ein bisschen zu nachlässig geworden", analysierte Kerr, der sich nach eigener Aussage jeden einzelnen Ballverlust der abgelaufenen Saison anschaut hat. "Aber wegen unseres hohen Durchschnittsalters und der vielen Verletzungen haben wir sehr viel Zeit damit verbracht, uns zu erholen. Ich muss also nächstes Jahr die Zügel etwas anziehen."
Im Draft halten die Warriors aktuell den elften Pick. Würde er sich dazu verpflichten, einem Rookie Spielzeit zu geben? "Auf jeden Fall", so Kerr. "Ob es nun ein 19-Jähriger wird oder ein älterer Spieler: Er muss spielen. Das muss er sich natürlich auch verdienen. Aber wir sind fest entschlossen, unsere jungen Spieler zu entwickeln."
Gemeinsam mit General Manager Mike Dunleavy und Teameigner Joe Lacob sei man vor seiner Vertragsverlängerung zu dem Schluss gekommen, die Ziele des Teams anpassen zu müssen, verriet Kerr: "Was wollen wir eigentlich erreichen? Zum ersten Mal seit der von Verletzungen geplagten Saison [2019/20] sitzen wir nicht hier und sagen: 'Hey, wir können den Titel gewinnen.' Das muss ich gar nicht extra erwähnen, das wissen wir alle. Aber wir mussten es dennoch ausdiskutieren."
Dunleavy klang derweil nicht so, als würde man den Kader in der Offseason von Grund auf erneuern wollen. "Ich glaube nicht, dass es dieses Jahr nicht gereicht hat, weil wir nicht talentiert genug waren. Der Grund waren Verletzungen und Dinge außerhalb unserer Kontrolle", erklärte er. "Müssen wir auch den Kader verbessern? Ich denke schon. Aber wir haben gegen kein Team gespielt, dessen Kader besser war als unserer."
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