Die Cleveland Cavaliers haben am Montag durch einen 112:103-Heimsieg in Spiel 4 über die Detroit Pistons die Zweitrundenserie beim Stand von 2-2 ausgeglichen. Motor des Erfolgs war eine historisch starke zweite Hälfte von Donovan Mitchell.
Dieser stellte mit 39 Punkten in der zweiten Halbzeit einen Playoff-Rekord für die meisten Punkte in einer Halbzeit ein. Die Bestmarke hatte "Sleepy" Floyd im Jahr 1987 aufgestellt. Zunächst sah es für Spida jedoch überhaupt nicht nach einer Gala aus. Mit 0/6 startete er in den Abend und war in der ersten Halbzeit insgesamt überhaupt kein Faktor (1/8 FG).
Und so kam es auch, dass die Pistons zum Seitenwechsel mit 56:52 in Führung lagen. In der Kabine hatte Cavs-Coach Kenny Atkinson aber offenbar die richtigen Worte gefunden, um seinen Superstar wachzurütteln. Denn Mitchell startete wie ausgewechselt in die zweite Halbzeit, erzielte die ersten acht Punkte der Cavs im dritten Viertel und initiierte so einen 22:0-Lauf der Cavs - den größten Scoring-Run in der Play-by-Play-Ära seit 1997/98 für die Franchise.
Mitchell traf in dieser Spanne doppelt von der Dreierlinie, der gut aufgelegte James Harden (24 Punkte, 11 Assists) war ebenfalls per Dreier dabei und auch Evan Mobley (17 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals, 5 Blocks) und Jarrett Allen beteiligten sich am Feuerwerk der Hausherren in der Rocket Arena. Mitchell war in dieser Spanne von sechs Minuten, in denen die Pistons ohne Punkte blieben, der absolute Hingucker. 21 Punkte schenkte der Guard Detroit im dritten Viertel ein. 43 waren es für ihn am Ende insgesamt.
Cavs erspielen sich höchste Führung der Serie
Dass die Pistons in diesem dritten Viertel nicht restlos aus der Halle geschossen wurden, hatte die Mannschaft von J.B. Bickerstaff Paul Reed zu verdanken. Der Big Man spielte mal wieder eine wichtige Reservistenrolle, indem er alleine im dritten Viertel 13 Punkte in 9 Minuten erzielte. Dadurch lagen die Gäste nach dem Ende des Abschnitts lediglich mit 77:90 im Hintertreffen.
Allerdings kamen Mitchell und die Cavs wieder besser aufgelegt aus der Viertelpause zurück. So erspielte sich Cleveland mit einem schnellen 8:0-Lauf die höchste Führung der Partie (98:77) und zeitgleich auch der gesamten Zweitrundenserie. Wer sonst als Mitchell persönlich sorgte an der Freiwurflinie für dieses statistische Schmankerl.
Damit war die Messe dann auch essenziell gelesen. Weil die Cavs Cade Cunningham (19 Punkte, 6 Assists, 5 Turnover) anständig unter Kontrolle bringen konnten, fehlte den Gästen ein Spieler, der einen Umschwung hätte anführen können. Ein Lichtblick in dieser Hinsicht war Caris LeVert, der nach 27 Punkten insgesamt in den Playoffs bis zu Spiel 4 am Montag mit 24 Zählern groß auftrumpfte. Hinzu kam, dass die Pistons nur zwölfmal an die Freiwurflinie zogen (9/12) während die Cavs stolze 34 Versuche (30/34) zugesprochen bekamen.
NBA: Die Spiele des Tages im Überblick
| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| Cleveland Cavaliers | Detroit Pistons | 112:103 |
| Los Angeles Lakers | Oklahoma City Thunder |
NBA: Die zweite Playoff-Runde im Überblick
| Team 1 | Team 2 | Playoff-Stand |
| Detroit Pistons | Cleveland Cavaliers | 2-2 |
| New York Knicks | Philadelphia 76ers | 4-0 |
| Oklahoma City Thunder | Los Angeles Lakers | 3-0 |
| San Antonio Spurs | Minnesota Timberwolves | 2-2 |
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