Die Minnesota Timberwolves haben ihre gute Playoff-Form am Montag in Spiel 1 der Conference Semifinals bei den San Antonio Spurs bestätigt: Beim 104:102-Auswärtssieg überwanden die Gäste eine historische Defensivleistung von Victor Wembanyama.
Dank eines bärenstarken Schlussviertels gingen die Wolves in der Serie mit 1-0 in Führung und übernahmen dabei vorerst den Heimvorteil von den Spurs. Anthony Edwards stand den Gästen dabei trotz Knieverletzung aus der vorangegangenen Serie gegen die Denver Nuggets (4-3) zur Verfügung und kam von der Bank. Mit Donte DiVincenzo (Achillessehnenriss) und Ayo Dosunmu (Wadenzerrung) hatte Minnesota allerdings erneut erhebliche Personalsorgen.
Das fiel nicht ins Gewicht, weil Edwards (18 Punkte, 8/13 FG) trotz limitierter Minuten (25) im vierten Viertel einen Unterschied machte: Mit elf Punkten in der ersten Hälfte des Schlussabschnitts brachte er seine Mannschaft in Führung, bis auf neun Punkte wuchs diese nach einem Dreier von Mike Conley (4/7 3P) an. Diesen Vorsprung brachte man über die Zeit, weil auch die Defensive den Spurs standhielt.
Nur 45 Prozent aus dem Feld und 28 Prozent von der Dreierlinie trafen die Hausherren, bei denen Victor Wembanyama mit seinen Verteidigern Julius Randle und Rudy Gobert hart zu kämpfen hatte. Gerade mal 11 Punkte standen für Wemby am Ende auf dem Statistikzettel. Dabei verwandelte er lediglich 5 seiner 17 Versuche aus dem Feld und keinen seiner acht Versuche von der Dreierlinie.
Allerdings war der Franzose dafür defensiv so gut, wie man es von einem Spieler in den Playoffs zuvor selten gesehen hat: Unglaubliche zwölf Blocks gelangen ihm, damit stellte er einen neuen Playoff-Rekord auf. 15 Rebounds kamen dazu, damit legte der 22-Jährige also ein Triple-Double auf.
Champagnie hat den Sieg auf der Hand
Ihren besten Tag bei den Spurs erwischten aber weder Wembanyama noch Stephon Castle (17 Punkte, 4/8 FG), der mit sechs Fouls zudem im Schlussviertel vorzeitig Feierabend hatte. Stattdessen spielte sich Julian Champagnie (17 Punkte) in der Crunchtime mit vier Punkten nach Offensivrebounds in den Mittelpunkt - und traf am Ende fast noch zum Sieg.
Ein Dunk von Wembanyama und ein Steal von Spurs-Topscorer Dylan Harper (18 Punkte, 7/13 FG) hatten zuvor für Spannung im Frostbank Center gesorgt. Weil Randle, der vier seiner 21 Zähler in den finalen zwei Minuten erzielte, seinen letzten Wurf fünf Sekunden vor dem Ende danebensetzte, bot sich den Spurs plötzlich doch noch eine Chance.
Head Coach Mitch Johnson entschied sich nach dem Rebound gegen eine Auszeit, über Harper gelang der Ball in Windeseile in die Hände von Champagnie. Dieser ließ zunächst Naz Reid an sich vorbeifliegen, um dann einen freien Dreier vom rechten Flügel zu nehmen. Zum Held des Abends wurde er jedoch nicht: Sein Versuch traf nur den Ring.
Damit haben die Timberwolves den ersten Stich in der zweiten Runde gelandet. Spiel 2 der Serie steigt am Mittwoch ebenfalls in San Antonio.
NBA: Die Spiele des Tages im Überblick
| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| New York Knicks | Philadelphia 76ers | 137:98 |
| San Antonio Spurs | Minnesota Timberwolves | 102:104 |
NBA: Die zweite Playoff-Runde im Überblick
| Team 1 | Team 2 | Playoff-Stand |
| Detroit Pistons | Cleveland Cavaliers | 0-0 |
| New York Knicks | Philadelphia 76ers | 1-0 |
| Oklahoma City Thunder | Los Angeles Lakers | 0-0 |
| San Antonio Spurs | Minnesota Timberwolves | 0-1 |
Artikel zur Verfügung gestellt von undrafted - new digital home of US sports, die neue Informationsplattform für alle Fans der NFL, NBA, NHL und MLB. undrafted ist als App verfügbar für iOS und Android. Weitere Informationen unter www.undrafted.ai.












