Erst vor wenigen Wochen hat Kamil Stoch seine lange und erfolgreiche Skisprung-Laufbahn beim Weltcup-Abschluss in Planica beendet, da vermisst der Superstar die Schanze schon. In einem Interview hat der Pole nun verraten, dass er über eine Rückkehr in den Sport nachdenkt. Eine Trainer-Karriere plant der 38-Jährige nach eigener Aussage aber nicht.
Im Interview mit dem polnischen Radiosender "RMF FM" ließ Kamil Stoch die ersten Wochen nach seinem Karriereende ein erstes Mal Revue passieren. "Es ist anders, als ich es mir vorgestellt hatte", offenbarte der dreifache Olympiasieger: "Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich etwas mehr Freizeit hätte, um einfach mal im Sessel zu sitzen oder in Ruhe nachzudenken."
Stattdessen liege hinter dem 38-Jährige eine durchaus "intensive Zeit", fuhr er fort: "Ich war mit meiner Frau im Urlaub. Wir haben die Reisen ganz spontan geplant, waren zweimal in Warschau und ich hatte endlich auch die Gelegenheit, in Liverpool bei einem Fußballspiel an der Anfield Road dabei zu sein." Dennoch blieb auch die eine oder andere Minute, um über seine Zukunft nachzudenken.
Skispringen: Stoch will kein Trainer werden
"Ich würde mich auf jeden Fall gerne stärker engagieren", verriet Stoch und führte aus: "Vielleicht mache ich das indirekt im Skispringen oder engagiere mich im Vereinsleben unseres KS Événement Zakopane, der meiner Meinung nach sehr gut läuft." Fest stehe für den Routinier aber eins: "Ich möchte mich nicht als Trainer engagieren." Er habe eine andere Aufgabe im Sinn.
Stoch wolle jemand sein, der "über gewisse Erfahrungen verfügt und einige Dinge am eigenen Leib erlebt hat. Ich möchte dieses Wissen weitergeben", offenbarte der ehemalige Skispringer. Mit drei Olympiasiegen, zwei Weltmeistertitel, drei Siegen bei der Vierschanzentournee und zwei Triumphen im Gesamtweltcup zu den ganz Großen seiner Zunft, will seine Erfahrungen nun als Mentor an die Jugend weitergeben.
Bereits vor der zurückliegenden Saison hatte das polnische Skisprung-Idol angekündigt, dass er seine Karriere im Skispringen nach dem Olympia-Winter beenden wird.
