Mit der Ernennung von Ex-Bundestrainer Stefan Horngacher zum neuen Trainingskoordinator gehen im polnischen Skispringen große Erwartungen einher.
"Stefan ist furchtlos. Er ist sehr entschlossen. Er kennt unsere kleine Hölle hier, und das schreckt ihn keineswegs ab. Wenn er etwas beschließt, gibt es keine Diskussion. Er weiß, wie man es umsetzt. Gleichzeitig versteht er es, zu kommunizieren. Horngacher kann das polnische Skispringen verwandeln und es zurück zu altem Glanz führen - wieder einmal", sagte der polnische Verbandsfunktionär Rafal Kot bei "WP SportoweFakty".
Er verwies in diesem Zusammenhang auf Horngachers frühere Tätigkeit als Co-Trainer der Polen: "Damals war er vor allem für die Entwicklung der jüngeren Springer im Kader verantwortlich. Das Ergebnis? Eine goldene Generation. Nicht zuletzt dank seiner Bemühungen feierten Piotr Zyla, Dawid Kubacki und mein Sohn Maciej Kot später Erfolge. Das ist Horngachers Vermächtnis."
Später zwischen 2016 und 2019 während Horngachers Tätigkeit als Chefcoach, "feierten wir die größten Erfolge in der Geschichte unseres Skispringens", erinnerte Rafal Kot. Der 56-jährige Österreicher habe "in Polen Sport-Geschichte geschrieben", urteilte der Funktionär.
Skispringen: Kot dementiert Horngacher-Gerüchte
Gerüchte, es habe wegen Horngachers Ernennung große Uneinigkeit im Verband geherrscht, dementierte Kot. "Auch ich haben von den Spekulationen gehört, von denen die meisten aber nicht der Wahrheit entsprechen. Stefans mögliche Anstellung hat uns überhaupt nicht gespalten. Vielleicht hat eine Person etwas Skepsis geäußert."
Dass Horngachers Vertrag zunächst nur für ein Jahr gilt, bezeichnete Kot als Lösung im beidseitigen Einvernehmen. "Stefan zeigt uns damit, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Die entsprechenden Bestimmungen sehen eine Verlängerung des Vertrags vor. Wir sind überzeugt, dass es sich um eine langfristige Partnerschaft handelt und nicht nur um eine auf ein Jahr befristete."
