Nach ihrer rechtskräftigen Verurteilung wegen Kreditkarten-Diebstahls und Betrug ist der Vertrag von Frankreichs Biathlon-Star Julia Simon mit der nationalen Zollbehörde gekündigt worden. Einspruch gegen diese Entscheidung hat die dreimalige Olympiasiegerin aber schon eingelegt. Weil es sich um ein schwebendes Verfahren handelt, bleibt die 29-Jährige zumindest auf dem Papier Teil des Teams.
Biathlon-Star Julia Simon ist vorerst nur noch auf dem Papier des französischen Zoll-Teams. Ein Sprecher der Behörde bestätigte dies gegenüber dem "Nordic Magazine".
Stutzig geworden waren aufmerksame Beobachter, weil hinter Simons Namen bei der offiziellen Kader-Bekanntgabe am Montag das Zoll-Team nicht mehr aufgeführt wurde - anders als zum Beispiel bei Justine Braisaz-Bouchet, Quentin Fillon Maillet und auch Èmilien Jacquelin.
Ein Zoll-Sprecher erklärte dem "Nordic Magazine", dass der Vertrag mit der dreimalige Olympiasiegerin nach ihrer Verurteilung im Herbst vergangenen Jahres gekündigt wurde. Simon legte dagegen Einspruch ein. Nun wird auf das finale Urteil gewartet. Bis dahin bleibt sie "Team-Mitglied auf Bewährung". Eine Kündigung sei derzeit "nicht durchführbar", teilte die Behörde mit.
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Die Verwaltung wartet nun auf eine endgültige Entscheidung. Wann diese zu erwarten ist, sei noch nicht abzusehen, erklärte die Behörde.
Simon sorgt für Biathlon-Wirbel in Frankreich
Simon war im vergangenen Herbst wegen Kreditkarten-Diebstahls und Betrug zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Die zehnmalige Weltmeisterin hatte in der Vergangenheit die Kreditkarte ihrer Teamkollegin Braisaz-Bouchet gestohlen und damit Einkäufe im Internet getätigt.
Der Fall war über Monate das große Gesprächsthema rund um die französische Mannschaft. Simon wurde nach ihrer Verurteilung zudem vom nationalen Skiverband gesperrt und konnte erst verspätet in die Saison einsteigen. Ihrem sportlichen Siegeszug tat dies letztlich aber keinen Abbruch.

