Obwohl der DSV beim Weltcup-Finale in Planica noch nicht mit der Sprache raus wollte, wer das Erbe vom scheidenden Bundestrainer Stefan Horngacher antritt, sickerte die Information durch, dass der Deutsche Ski-Verband die Nachfolge des Österreichers intern regeln wird. Mit Andreas Mitter steht ein "super Trainer" vor der Übernahme, so Skisprung-Ikone Martin Schmitt.
Alexander Stöckl, Thomas Thurnbichler oder Ronny Hornschuh: Sie alle waren als heiße Kandidaten auf das Erbe von Bundestrainer Stefan Horngacher gehandelt worden. Nach übereinstimmenden Medienberichten von "SID" und "sport.pl" übernimmt allerdings Andreas Mitter das Amt als Chefcoach der DSV-Adler, die der Österreicher bereits als langjähriger Horngacher-Assistent kennt.
"Andreas ist ein super Trainer, genauso wie auch Thomas Thurnbichler. Sie bringen beide alles mit, um erfolgreich zu sein. Ich habe auch während der Saison gesagt, dass man die Stelle des Bundestrainers mit Leuten besetzen kann, die schon im System arbeiten", ist "Eurosport"-Experte Martin Schmitt von der Wahl des Nachfolgers, die noch nicht offiziell ist, überzeugt.
Skispringen: Martin Schmitt erwartet "Top-Lösung"
Der DSV habe den Vorteil, "viele sehr gute Trainer" zu haben, so die Skisprung-Ikone im Gespräch mit dem TV-Sender weiter: "Daher ist es in meinen Augen nicht notwendig, jemanden von außen dazuzuholen. Andreas hat wie Thomas oder auch Ronny Hornschuh bereits als Cheftrainer gearbeitet. Ich denke, man hat sich sehr viele Gedanken gemacht, alle Optionen geprüft und wird dann demnächst auch eine Top-Lösung präsentieren können."
Der DSV wollte den Namen von Mitter auf "SID"-Nachfrage nicht kommentieren, Karl Geiger, der in Planica mit einem starken achten Platz einen versöhnlichen Saisonabschluss feierte und als einziger DSV-Adler in den Top 10 landete, kennt seinen neuen Chefcoach schon. Den Namen wollte er nicht verraten, betonte aber: "Ich glaube, dass das gut wird."
Zahlreiche Kandidaten waren zuletzt mit dem DSV-Job in Verbindung gebracht worden - der Name von Mitter, der bereits Cheftrainer-Erfahrungen im Weltcup als Übungsleiter der Finnen sammeln konnte, war nicht darunter.
