Klare Worte von Antonio Rüdiger: Der Abwehrchef der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft zeigte sich selbstkritisch, nahm gleichzeitig das gesamte DFB-Team für die kommenden Herausforderungen in die Pflicht.
Nach seinem viel diskutierten Foul gegen Diego Rico vor drei Wochen in der spanischen Meisterschaft hat der Innenverteidiger von Real Madrid Fehler eingeräumt. "Ich nehme seriös und sachlich vorgetragene Kritik ernst, weil ich selbst weiß, dass ich Szenen hatte, die deutlich drüber waren", erklärte der 33-Jährige im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" offen.
Gleichzeitig kündigte er an, an sich zu arbeiten: "Das hat dann auch insofern Einfluss, weil ich versuche, noch konzentrierter zu sein. Ich will kein Unruheherd sein, sondern Stabilität und Sicherheit geben."
Für Rüdiger ist klar, dass er seiner Vorbildfunktion nicht immer nachgekommen ist: "Die Diskussion zeigt mir noch einmal, dass ich eine Verantwortung habe, der ich in manchen Momenten nicht gerecht geworden bin", räumte er ein. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte ihn zuletzt dennoch verteidigt und seinen Einsatzwillen hervorgehoben.
Rüdiger fordert Siegermentalität ein
Trotz der Kritik bleibt Rüdiger seiner Spielweise treu. Härte und Intensität gehören für ihn zum Verteidigen dazu. "Ich bin definitiv kein Sicherheitsrisiko für meine Mannschaften. Ich weiß ganz genau, in welcher Minute wir sind und was auf dem Spiel steht", stellte er grundsätzlich klar.
Rüdiger richtete den Blick bereits nach vorne und formulierte einen klaren Appell an das gesamte DFB-Team: "Wir müssen wieder dahin kommen, dass es maximal unangenehm ist, gegen Deutschland zu spielen", forderte Rüdiger mit Blick auf die kommende Weltmeisterschaft.
Das Länderspiel Schweiz gegen Deutschland steigt am Freitag, 27. März 2026. Anstoß ist um 20.45 Uhr. RTL überträgt die Partie ab 20.15 Uhr live im Free-TV und auf RTL+
Talent allein reiche nicht aus: "Wir haben sehr viel Talent und Technik, das wissen alle. Aber Talent allein gewinnt keine Weltmeisterschaften. Wir müssen diese Mentalität wiederfinden - im positiven Sinne. Wir müssen als Einheit so unangenehm zu bespielen sein, dass der Gegner schon im Tunnel keinen Bock mehr hat."








