Jamal Musiala wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann in Absprache mit Bayern Münchens Chefcoach Vincent Kompany nicht für die Länderspiele gegen die Schweiz (27. März, live bei RTL) und Ghana (30. März) nominiert. Verpasst der Offensiv-Star letztlich sogar die WM? Unklar, meint Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg.
Mit Blick auf die vielen Nominierungen von Spielern des FC Bayern habe das "Leistungsprinzip funktioniert", ordnete Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg im "Doppelpass" auf "Sport1" ein. Mit den DFB-Neuankömmlingen Jonas Urbig und Lennart Karl sowie den gestandenen Auswahlspielern um Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Leon Goretzka, Serge Gnabry und Aleksandar Pavlovic stellt der deutsche Rekordmeister den größten Block im März-Kader.
Der Ex-Münchner sieht aber bei einem Top-Spieler ein großes Fragezeichen: Jamal Musiala.
"Wird er es noch schaffen, um wirklich vor Beginn des Turnieres bei 100 Prozent zu sein?", zeigte sich Effenberg unsicher. "Ich glaube, das ist sehr wichtig. Dann müsstest du einen rausnehmen aus dem 26er-Kader. Es wird dann wahrscheinlich irgendeinen treffen."
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Allzu viele Wechsel im DFB-Kader wird es nicht mehr geben
Als Bundestrainer nehme man "in der Regel keinen angeschlagenen Spieler mit" zu einer WM-Endrunde. Bis zur finalen Kaderbekanntgabe in der Woche vor dem letzten Bundesliga-Spieltag (16. Mai) könnte sich derweil der ein oder andere Spieler noch verletzen. Für diese erste Auswahl ist Julian Nagelsmann nicht auf eine konkrete Spieleranzahl festgelegt. Bis Anfang Juni muss bei der FIFA die Liste mit den 26 Turnierspielern eingereicht sein. Allzu große Umbrüche im DFB-Team wird es bis dahin aber wohl nicht mehr geben.
Jamal Musiala hatte sich bei der Klub-WM einen Wadenbeinbruch mit mehreren Bänderverletzungen zugezogen, vor rund zwei Monaten feierte er sein Comeback. Seit der Champions-League-Gala gegen Atalanta Bergamo (6:1) pausiert er wegen einer Schmerzreaktion im linken Sprunggelenk.
"Unter den Umständen, dass er Probleme hat, habe ich mich dagegen entschieden, ihn mitzunehmen und unter Schmerzen zwei Minuten lang aufdribbeln zu lassen. Das bringt nichts", hatte Nagelsmann bei seiner Kaderbekanntgabe in der Vorwoche erklärt.
Bayern-Boss zuversichtlich bei Musiala: "Sehr stabil"
Beim FC Bayern zeigt man sich dennoch zuversichtlich, dass der 23-Jährige bald wieder in Top-Verfassung und vor allem schmerzfrei ist. "Jamal ist auf einem richtig guten Weg. Es war einfach eine schwierige Verletzung. Wir reden viel mit ihm, er ist viel im Austausch mit unserer medizinischen Abteilung und auch mit dem Trainer. Ich glaube, er ist sehr stabil und freut sich jetzt auf die nächsten zwei, drei Monate", sagte Sportdirektor Christoph Freund bei "Bild".
"Grundsätzlich", so Effenberg, könne man mit dem DFB-Kader gegen die Schweiz (27. März, live bei RTL) und Ghana (30. März) mit Ausnahme einiger Personalien gut leben. "Ich glaube, dass es Angelo Stiller hart getroffen hat, der performt und seine Leistung beim VfB Stuttgart bringt. Aber wenn du dieses Überangebot im zentralen Mittelfeld hast, dann trifft es eben den ein oder anderen doch hart."












