Zum letzten Mal in dieser Saison kam es am Freitag zum Stadtduell zwischen den New York Knicks und den Brooklyn Nets. Trotz klarer Rollenverteilung schenkten sich beide Mannschaften nichts. Ein glückliches Ende nahm der Abend für die Denver Nuggets.
| Heim | Auswärts | Ergebnis |
| Brooklyn Nets | New York Knicks | 92:93 |
| Detroit Pistons | Golden State Warriors | 115:101 |
| Houston Rockets | Atlanta Hawks | 117:95 |
| Memphis Grizzlies | Boston Celtics | 112:117 |
| Minnesota Timberwolves | Portland Trail Blazers | 104:108 |
| Denver Nuggets | Toronto Raptors | 121:115 |
Spiel der Nacht: Hitziges Stadtduell in New York
Die Rollenverteilung in New York klar verteilt: In Manhattan wird demnächst Playoff-Basketball zu sehen sein, während die Saison in Brooklyn dagegen gar nicht schnell genug beendet sein kann.
Am Freitag wurde der eigentliche Klassenunterschied beim 93:92-Sieg der Knicks in Brooklyn - dem 14. Sieg über die Nets in Serie - lange nicht deutlich. Das fing damit an, dass der haushohe Favorit im ersten Viertel nur 14 Punkte auf die Anzeigetafel bekam. Es war die niedrigste Ausbeute für die Knickerbockers in einem Viertel in der gesamten Saison. Bis zur Halbzeit hatte sich das Blatt immer noch nicht gewendet und die Nets, die selbst nicht unbedingt glänzten, führten mit 50:44.
Kurz vor dem Seitenwechsel kochten erstmals die Emotionen hoch: Nachdem Nolan Traore einen Alley-Oop-Versuch von Jalen Brunson auf Mitchell Robinson nur per Foul stoppen konnte und dabei selbst hart zu Boden ging, entwickelte sich eine Rudelbildung. Diese endete mit Technischen Fouls für den Robinson sowie für Ziaire Williams auf Seiten der Nets.
Im dritten Viertel, welches die Gäste mit 31:15 gewannen, gingen die Nickligkeiten weiter. Dieses Mal waren es OG Anunoby und Nic Claxton, die von den Schiedsrichtern mit Technischen Fouls belegt wurden. Anunoby war hier mit zwei leichten Schubsern der aktive Part einer kleinen Uneinigkeit.
Sportlich schien das Geschehen entschieden, als die Knicks eine 14-Punkte-Führung übernahmen: Ein Layup von Karl-Anthony Towns (26 Punkte, 15 Rebounds) schraubte das Ergebnis auf 84:70 hoch. Was jedoch folgte, war ein 17:0-Lauf der Gastgeber, und so führten die Nets drei Minuten vor der Schlusssirene.
Acht Punkte von Towns und Brunson (17 Punkte) verhinderten auf den letzten Metern allerdings die Überraschung, ein letzter Verzweiflungswurf von Ben Saraf aus der eigenen Hälfte war nicht erfolgreich.
Pechvogel der Nacht: Porzingis scheidet aus
Die Verletzungsmisere der Golden State Warriors will einfach kein Ende nehmen. Bei der 101:115-Niederlage in Detroit war ausgerechnet der gerade erst auf das Parkett zurückgekehrte Kristaps Porzingis der nächste Ausfall, den die Dubs vermelden mussten.
Muskelkrämpfe im Rücken zwangen den Letten, die Partie im zweiten Viertel zu verlassen. Nachdem er bei einem Versuch, einen missglückten Pass im Fastbreak zu fangen, einen Stoß von Jalen Duren abbekommen hatte, griff sich der Zinger an den Rücken und bat Head Coach Steve Kerr daraufhin um eine Auswechslung.
Glück im Unglück: Nach der Partie gab er an, dass seine Probleme nicht gravierend seien, er das anstehende Spiel der Warriors bei den Atlanta Hawks aber wahrscheinlich verpassen werde. "Wir werden sehen. Vielleicht lockert es sich bis morgen. Aber jetzt gerade ist es ziemlich verkrampft."
Nach den anhaltenden Problemen mit seinem Kreislauf, die ihn schon in der vergangenen Saison begleitet hatten, stand Porzingis zuletzt in sechs der vergangenen acht Spiele auf dem Parkett. In dieser Zeit verzeichnete er Ausbeuten von 30 Punkten gegen die Washington Wizards oder 20 Zählern gegen die Minnesota Timberwolves.
Ausfälle der Warriors in Detroit
| Spieler | Verletzung |
| Stephen Curry | Probleme mit der Patellasehne |
| Al Horford | Wadenzerrung |
| Seth Curry | Leistenzerrung |
| Moses Moody | Geprelltes Handgelenk |
| Quinton Post | Fußverletzung |
| Jimmy Butler | Kreuzbandriss (Saisonaus) |
Gewinner der Nacht: Nuggets zurück auf Platz fünf
Die Denver Nuggets profitierten am Freitag vom eigenen 121:115-Sieg gegen die Toronto Raptors und einer 104:108-Niederlage der Minnesota Timberwolves gegen die Portland Trail Blazers.
Für alle drei Mannschaften hatten die Ergebnisse tabellarische Konsequenzen: Die Nuggets schoben sich dank des hart erkämpften Siegs gegen die Kanadier zurück auf Platz fünf der Western Conference. Mit derselben Bilanz (43-28) rutschten die T-Wolves dagegen auf Rang sechs. Die Trail Blazers (35-36) kletterten wiederum auf Platz acht.
In beiden Partien ging es im Schlussviertel heiß her. In der Ball Arena in Denver hatten die Hausherren große Schwierigkeiten, den Knockout-Punch zu platzieren. 31 Punkte, 6 Assists und 5 Rebounds von Jamal Murray, ein Floater von Nikola Jokic (22, 9 und 8) zur 117:115-Führung 45 Sekunden vor dem Ende sowie ein anschließender Block von Aaron Gordon gegen Scottie Barnes machten den Unterschied.
Im Target Center in Minneapolis sorgten ein Corner-Three, ein Defensivrebound sowie zwei getroffene Freiwürfe von Jerami Grant für den Endstand zugunsten der Gäste aus Oregon. Bei den Wolves fehlte Anthony Edwards weiter aufgrund einer Entzündung im rechten Knie.
Donovan Clingan (21, 12 Rebounds) verzeichnete sein sechstes Double-Double in Folge. Ein solches lieferte auch Rudy Gobert ab, der am Ende bei 18 Zählern und 15 Boards stand.
Spielverderber der Nacht: Rockets beenden Hawks-Serie
Die zuletzt elf Spiele andauernde Siegesserie der Atlanta Hawks hat ein Ende! Dafür sorgte eine klare 95:117-Niederlage bei den Houston Rockets. Kevin Durants 25 Punkte sowie 15 Zähler, 10 Assists und 9 Rebounds von Center Alperen Sengun machten der längsten Hawks-Siegesserie seit über zehn Jahren den Garaus.
Interessant war unter anderem eine Schiedsrichterentscheidung zum Ende des ersten Viertels. Nach einem vergebenen Floater Durants gegen den verteidigenden Nickeil Alexander-Walker liefen beide Protagonisten bereits in Richtung ihrer Bänke, ehe die Schiedsrichter doch noch ein Foul ahndeten.
Während der Kanadier ratlos zurückblieb, versenkte Durant beide Freebies.
Im Toyota Center in Houston trafen die Gäste nur 9/35 Dreiern, während die Gastgeber sich dafür mit 47 Prozent (14/30) präzise präsentierten. So wurde insbesondere das dritte Viertel für Atlanta zum Genickbruch (22:39): Hier bauten die Rockets ihre 62:54-Halbzeitführung noch einmal entscheidend aus.
MVP der Nacht: Brown rettet die Celtics
Erst kürzlich wurden die Memphis Grizzlies für die Nuggets zum Stolperstein. Ein Szenario, welches sich beinahe für den nächsten Titelkandidaten wiederholt hätte.
Bei ihrem einzigen Auftritt im FedExForum in Memphis kamen die Boston Celtics gerade noch mit einem 117:112-Sieg davon. Garant dafür war Jaylen Brown: Der Superstar knackte mit genau 30 Zählern zum 32. Mal (!) in dieser Saison die 30-Punkte-Marke.
Dabei benötigte die Mannschaft von Joe Mazzulla jeden einzelnen Zähler, weil der Rest der Stars einen miserablen Abend in der Offensive erlebte. Jayson Tatum (3/15 FG), Derrick White (6/15), Payton Pritchard (5/13) und auch Sam Hauser (0/3) hatten allesamt ihre Probleme aus dem Feld.
Brown war mit 10/23 aus dem Feld ebenfalls nicht überragend unterwegs, aber gerade stark genug, weil er wie die Celtics als Team (87 Prozent) an der Freiwurflinie die Ruhe bewahrte (8/8 FT).
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