Die mögliche Teilnahme des Iran an der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko sorgt drei Monate vor dem Eröffnungsspiel für eine große politische Debatte. Nun hat US-Präsident Donald Trump in dieser Angelegenheit ein klares Signal gesendet.
Nach Angaben von FIFA-Präsident Gianni Infantino ist die iranische Nationalmannschaft trotz des anhaltenden Krieges im Nahen Osten bei der WM willkommen.
Der aktuelle Turnierplan sieht vor, dass alle drei Gruppenspiele der Iraner auf US-amerikanischem Boden stattfinden. Die erste Partie in der Gruppe G ist am 16. Juni (deutscher Zeit) in Inglewood, Kalifornien angesetzt, das zweite Spiel gegen Belgien am 21. Juni ebenfalls. Das dritte Gruppenspiel der Iraner gegen Ägypten soll dann am 27. Juni in Seattle, Washington stattfinden.
FIFA-Präsident Gianni Infantino berichtete ferner von einem persönlichen Gespräch mit Trump. Dabei sei auch die Situation rund um den Iran thematisiert worden.
Laut Infantino stellte der US-Präsident dabei unmissverständlich klar, dass sportliche Teilhabe Vorrang haben solle. "Während dieser Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft selbstverständlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen", schrieb Infantino bei Instagram.
Infantino betont verbindende Kraft des Fußballs
Die Aussagen stehen im Kontrast zu früheren Äußerungen des US-Präsidenten. Trump hatte zuletzt erklärt, es sei ihm "wirklich egal", ob der Iran an der Weltmeisterschaft teilnehmen werde.
Der Austausch zwischen Trump und Infantino fand vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten statt, die zunehmend auch den internationalen Sport beeinflussen.
Die Weltmeisterschaft wird vom 11. Juni bis 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen. Trotz der internationalen Konflikte und schwierigen weltpolitischen Lage plant die FIFA derzeit keine sportpolitischen Einschränkungen. Vielmehr betont Infantino seit Monaten die verbindende Kraft des Fußballs.











