Marc-André ter Stegen droht nur wenige Tage nach seiner Leihe zum FC Girona die nächste Zwangspause. Das Verletzungspech der vergangenen zwei Jahre hält bei dem Torhüter damit offenbar weiter an. Vier Monate vor der Fußball-Weltmeisterschaft könnte der Zeitpunkt dabei ungünstiger kaum sein, wie auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus weis.
Nach der erneuten Verletzung Marc-André ter Stegens hat sich auch der Weltmeister-Kapitän von 1990 tief betroffen gezeigt. Die Leihgabe des FC Barcelona hatte sich im zweiten Einsatz für den FC Girona eine Blessur am Oberschenkel zugezogen und steht damit erneut vor einer mehrwöchigen Pause.
Dabei sollte der Wechsel weg vom FC Barcelona eigentlich neue Spielpraxis bringen und damit verbunden die große Chance, sich endlich für die Weltmeisterschaft im Sommer zu empfehlen und den Status als vermeintliche Nummer eins im deutschen Tor zu bestärken.
Doch genau dieser Plan droht nun zu scheitern. Laut spanischen Medien könnte ter Stegen bis zu zwei Monate ausfallen. Eine Hiobsbotschaft, die auch Matthäus alarmiert.
"Wenn sich das bestätigt, wird es Ende März, bis er wieder spielen kann. Dann muss er die WM-Teilnahme wahrscheinlich abschreiben", sagte der frühere Weltfußballer gegenüber "Sky".
Die Einschätzung des 64-Jährigen fällt hart, aber realistisch aus: "Das wäre eine persönliche Tragödie und tut mir sehr leid für ihn", fügte Matthäus hinzu. Die Aussagen des 1990er-Weltmeisters unterstreichen, wie bitter die Situation für den 33-Jährigen ist.
FC Girona hält sich noch bedeckt
Besonders der Zeitfaktor spielt immer mehr gegen ter Stegen: Bis zur WM bleiben der deutschen Nationalmannschaft nur noch vier Länderspiele. Am 27. März tritt das Team in der Schweiz an, drei Tage später folgt ein weiterer WM-Test gegen Ghana.
Sollte sich die prognostizierte Ausfalldauer bestätigen, wäre der Keeper in beiden Partien voraussichtlich nicht einsatzfähig. Danach stehen lediglich noch Begegnungen am 31. Mai gegen Finnland sowie am 6. Juni beim WM-Mitgastgeber USA auf dem Programm. Wenig Gelegenheit, um nach einer Verletzung wieder in Topform zu kommen, sich zu empfehlen und sich vor allem mit seinen Vorderleuten, von denen ter Stegen keinen einzigen aus dem Vereinsalltag kennt, einzuspielen.
Der FC Girona selbst hielt sich bis zuletzt bedeckt. Am Montag bestätigte der Klub lediglich die Verletzung, kündigte weitere Untersuchungen an und verzichtete bewusst auf eine konkrete Prognose zur Ausfallzeit.











