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Starke Schalker bescheren Tedesco Traumeinstand

Der FC Schalke hat sein erstes Heimspiel der neuen Saison überraschend souverän gewonnen
Der FC Schalke hat sein erstes Heimspiel der neuen Saison überraschend souverän gewonnen
Foto: © getty, Christof Koepsel
19. August 2017, 20:34
sport.de
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Schalke 04 hat seinem neuen Trainer Domenico Tedesco einen perfekten Bundesliga-Einstand beschert und RB Leipzig den Saisonstart verdorben. Die Königsblauen besiegten den Vize-Meister am Samstagabend verdient mit 2:0 (1:0) - für die Schalker war es nach den fünf Start-Niederlagen in der turbulenten Vorsaison eine Wohltat. RB verlor erstmals in der jungen Vereinsgeschichte (seit 2009) ein Spiel zum Saisonauftakt.

Nabil Bentaleb brachte die Gastgeber auf die Siegerstraße: Der Algerier verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0 (43.). Yevhen Konoplyanka (73.) legte nach glänzender Vorlage des Neuzugangs Amine Harit nach, der zwei Gegenspieler ausgedribbelt und dann maßgerecht in die Tiefe gepasst hatte.

"Wir haben nicht gegen Irgendjemanden gespielt, sondern gegen RB Leipzig. Ich finde, dass die Mannschaft genau das umgesetzt hat, was der Trainer ihr gesagt hat", sagte S04-Manager Christian Heidel nach der Partie bei "Sky": "Die Mannschaft ist ans Limit gegangen, deshalb sind wir rundherum zufrieden."

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Tedesco, aus dem Zweitliga-Abstiegskampf von Erzgebirge Aue gekommen, will auf Schalke einen offensiven Stil pflegen, er hatte aber bei seinem 3-4-3-System in der Sturmspitze keinerlei Alternativen. Klaas-Jan Huntelaar hat den Verein verlassen, Breel Embolo ist noch nicht wieder fit, Guido Burgstaller fiel spontan mit einer Fußprellung aus - somit spielte vorne Franco Di Santo. Der von Tedesco abgesetzte Ex-Kapitän Benedikt Höwedes saß auf der Bank, der feingliedrige Harit (FC Nantes) und Bastian Oczipka (Eintracht Frankfurt) waren die Neuen in der Startelf.

Gulácsi entschärft Bentaleb-Hammer

Eine neue Spielidee konnten die Schalker anfangs mangels Ballbesitz nicht umsetzen. Auch ohne den zur Halbzeit eingewechselten Emil Forsberg (Erkältung) kombinierten die Leipziger flinker und sicherer, sie zwangen den Gegner zum Reagieren. Der in jeder Szene ausgepfiffene Nationalspieler Timo Werner drang mehrmals von rechts in den Strafraum ein, blieb aber stets am guten Thilo Kehrer hängen.

Einen Hauch von Schalker Gefahr brachte nur ein Di- Santo-Kopfball (14.) - bis Nabil Bentaleb aus 25 Metern abzog und Péter Gulácsi im RB-Tor glänzend rettete (29.). Der Fußball der Gäste war nun nett anzuschauen, aber zunehmend ineffizient, zudem schenkte Dayot Upamecano den zielstrebiger werdenden Königsblauen mit tollpatschigem Verhalten gegen Di Santo den Elfmeter: Er rannte den Argentinier im Strafraum ohne Not um.

"Der Elfmeter vor der Halbzeit war ein Selbstfaller, er darf aber nicht so hingehen. Wir waren gut im Spiel, aber darfst nicht so einen Elfer bekommen. Uns hat heute schon ein bisschen das Spielglück gefehlt. War kein guter Start unterm Strich, aber mir ist nicht bange", sagte Ralph Hasenhüttl nach dem Spiel.

Forsberg bringt neuen Schwung

Nach der Pause meldete sich RB mit Forsberg, der im Zentrum sofort das Aufbauspiel an sich riss, und einem flatternden Fernschuss von Marcel Sabitzer (55.) zurück. Der neue Schalke-Kapitän Ralf Fährmann musste nachfassen.

Weltmeister Höwedes lief sich währenddessen mit den Ersatzspielern warm und feuerte seine Mannschaft an. Die stand defensiv meist sicher, allerdings verlor besonders Linksverteidiger Oczipka den Ball viel zu schnell. Yussuf Poulsen traf für Leipzig aus dem Abseits (62.) - nach Vorarbeit Forsbergs, der RB eine neue Qualität verlieh. Harits glänzender Moment war kurz darauf ausschlaggebend für das 2:0.

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