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FCB kann kommen: TSG mit fünf Siegen in Folge

Hoffenheim ist zur Zeit kaum zu besiegen
Hoffenheim ist zur Zeit kaum zu besiegen
Foto: © imago sportfotodienst
30. Oktober 2016, 17:59

Die Hoffenheimer Fans sangen euphorisch vom "geilsten Klub der Welt", Siegtorschütze Niklas Süle ließ sich nach dem 1:0 (1:0) im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Hertha BSC auf dem Zaun frenetisch feiern. Das Gipfeltreffen der Unbesiegten bei Rekordmeister Bayern München am Samstag kann kommen - das Selbstvertrauen der Kraichgauer könnte größer kaum sein nach fünf Siegen in Folge. Das gab es zuletzt in der Herbstmeister-Saison 2008/09.

"Wir haben eine überragende Mannschaft. Wenn wir so weitermachen und gut hinten stehen, kann es eine tolle Saison werden", sagte Süle bei "Sky". Auch sein Trainer Julian Nagelsmann erklärte nach dem Sprung auf Platz drei mit nur vier Punkten Rückstand auf die Spitze, er wolle "natürlich alles mitnehmen", auch wenn für ihn "die Leistung über dem Ergebnis steht."

Der Hunger beim Olympia-Silbermedaillengewinner Süle, seinem Kopfballtor gegen Berlin aus der 31. Minute beim Tabellenführer einen weiteren Treffer folgen zu lassen, ist auch aus ganz persönlichen Gründen gigantisch: "Ich habe eine interne Wette mit unserem Manager Herrn Rosen, der von mir zwei Tore in zehn Spielen erwartet hat."

Hertha auf dem Boden der Tatsachen angekommen

Berlin ist nach dem Höhenflug der vergangenen Wochen dagegen auf dem Boden der Tatsachen angekommen. "Wenn wir mehr Mut gehabt hätten, wäre sicher mehr drin gewesen. Aber wir haben es Hoffenheim ein bisschen einfach gemacht", sagte Verteidiger Mitchell Weiser nach der zweiten Saisonniederlage. Trainer Pál Dárdai räumte ein, dass selbst ein Punkt wohl nur "mit etwas Glück drin gewesen" wäre.

Die 28.015 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena mussten nicht lange auf die erste gute Möglichkeit für die Gastgeber warten. Nach einer Ecke von Kerem Demirbay und einem Kopfball von Süle konnte Fabian Lustenberger gerade noch vor der Berliner Torlinie klären (3.).

Danach passierte zunächst nicht viel in beiden Strafräumen. Erst in der 14. Minute gab der Brasilianer Allan einen gefährlich Schuss auf das Tor der Hoffenheimer ab. Vor dieser Szene hatten sich die Berliner, bei denen Sebastian Langkamp, Marvin Plattenhardt, Vladimir Darida und Valentin Stocker fehlten, eine optische Überlegenheit erarbeitet.

Torchancen blieben dennoch Mangelware - auf der einen wie auf der anderen Seite. Mitte der ersten Hälfte hatten die Torjäger Sandro Wagner (TSG) und Vedad Ibišević (Hertha), die beide auf ihre Ex-Klubs trafen, noch keine Akzente gesetzt. Die Defensivreihen dominierten.

Das änderte sich in der 27. Minute, als der Hoffenheimer Lukas Rupp die bis dahin größte Chance der Partie vergab. Die Gastgeber, die ohne Mark Uth auskommen mussten, bestimmten in dieser Phase das Spiel. Die Hertha zog sich immer weiter zurück. Die Passivität der Gäste wurde in der 29. Minute fast bestraft, der Tscheche Pavel Kaderabek traf per Kopf aber nur die Latte.

Kurz darauf machte es Süle nach einem Demirbay-Freistoß besser. Der Innenverteidiger wuchtete den Ball per Kopf ins Netz. Nur zwei Minuten später war es erneut Rupp, der eine Großchance nicht nutzen konnte (33.). Die Berliner hatten es vor allem Torwart Rune Jarstein zu verdanken, dass sie zur Pause nur mit einem Tor in Rückstand lagen.

Erst kurz nach dem Seitenwechsel gab die Hertha wieder ein Lebenszeichen von sich. Ibišević trat erstmals in Erscheinung, konnte den Hoffenheimer Torwart Oliver Baumann aber nicht überwinden (51.). Die Gastgeber ließen die Berliner nach dieser Szene besser ins Spiel kommen und lauerten auf Konter. In der Schlussphase vergaben Wagner (71.) und Andrej Kramarić (88.) beste Möglichkeiten zur Vorentscheidung.

Beste Spieler aufseiten der Hoffenheimer waren Demirbay, Rudy und Süle. Bei Berlin konnten Jarstein und John Brooks überzeugen.

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