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Bayers Dilemma: Große Moral, keine Punkte

Und täglich grüßt das Murmeltier hieß es einmal mehr für Kevin Kampl und Bayer
Und täglich grüßt das Murmeltier hieß es einmal mehr für Kevin Kampl und Bayer
Foto: © dpa
05. November 2015, 08:04

Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt gab sich nach dem erneut spektakulären und torreichen Champions-League-Spiel gegen AS Rom, in dem Bayer dieses Mal mit einer 2:3 (0:2)-Pleite das bessere Ende nicht auf seiner Seite hatte, optimistisch.

Trotz des späten und bitteren K.o.-Schlags zeigte sich Schmidt direkt nach dem Schlusspfiff schon wieder kämpferisch: "Wir werden nicht aufgeben. Wenn wir zwei Spiele gewinnen, können wir trotzdem noch das Achtelfinale erreichen." "Dass es in dieser Gruppe eng wird, war klar", ergänzte der Trainer.

Das Rückspiel in Rom war nach dem verrückten 4:4 im Hinspiel in Leverkusen erneut ein Auf und Ab für die Werkself. In der ersten Hälfte präsentierte sich Bayer ideenlos und mit großen Lücken in der Defensive und konnte froh sein, zur Pause nur mit 0:2 zurückzuliegen. "Es war eine sehr schlechte Halbzeit. Das müssen wir natürlich besser machen", gab der eingewechselte Karim Bellarabi zu.

Völlige Verwandlung in der Kabine

Nach der Pause zeigte Bayer dafür ein komplett anderes Gesicht, glich innerhalb weniger Minuten durch Admir Mehmedi (45.) und den Mexikaner Javier "Chicharito" Hernández (51.) aus. "Unsere Moral ist natürlich sensationell, wir sind toll zurückgekommen", lobte Sportdirektor Rudi Völler die Mannschaft im TV-Sender Sky. Sogar Chancen auf den Siegtreffer hatte der Bundesligist, das Spiel stand am Ende "auf Messers Schneide", wie Völler nach dem Schlusspfiff analysierte.

Im Gegensatz zum Hinspiel, als Bayer sich nach der Aufholjagd als moralischer Sieger fühlen durfte, jubelten im Stadio Olimpico am Ende die Römer. Für die Entscheidung sorgte eine unübersichtliche Szene in der 79. Minute, die zur Roten Karte für Kapitän Ömer Toprak und einem verwandelten Foul-Elfmeter für Rom führte. "Da kriegen wir den Ball nicht raus, dann kommt er natürlich leider vor Mohamed Salah, der einschussbereit steht", schilderte Toprak die Szene, in der er den Rom-Stürmer wegstieß und damit eine klare Torchance verhinderte.

Mit der Niederlage musste Bayer Rom in der Tabelle der Gruppe E auf Rang zwei vorbeiziehen lassen. Die gute Ausgangslage ist dahin, Leverkusen hat nun einen Zähler weniger auf dem Konto. "Wir haben noch zwei Spiele und da müssen wir alles versuchen", versprach Mittelfeldspieler Kevin Kampl. Für das Achtelfinale braucht die Werkself in drei Wochen bei BATE Borissow ohne die gesperrten Verteidiger Toprak und Kyriakos Papadopoulos unbedingt einen Sieg.

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