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Großmeister führt Preisgeld-Ranking an

Schach-Star Keymer wehrt Sindarov-Angriff ab

Vincent Keymer kämpft um den Gesamtsieg der Grand Chess Tour
Vincent Keymer kämpft um den Gesamtsieg der Grand Chess Tour
Foto: © IMAGO/Dipayan Bose
20. August 2026, 09:42
sport.de
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Der deutsche Schach-Großmeister Vincent Keymer hat das Finale der Grand Chess Tour 2026 erreicht. Auf der letzten Station im Sinquefield Cup musste er sich vor allem gegen den Angriff von Top-Spieler Javokhir Sindarov wehren, um seinen Platz unter den besten vier der Gesamtwertung zu behalten. In einer spannenden Abschlusspartie gegen den Tabellenletzten reichte dem 21-Jährigen am Ende ein Remis.

Vincent Keymer ist beim Finale der Grand Chess Tour in St. Louis (22. bis 26. August) am Start. Deutschlands bester Großmeister errreichte beim abschließenden Sinquefield-Cup den dritten Platz, den er sich mit Javokhir Sindarov teilte. Dadurch behielt der Schach-Star in der Gesamtwertung der Tour den vierten Rang.

In den Sinquefield Cup, ebenfalls in St. Louis, war Keymer mit einem Vorsprung von 0,5 Punkten auf Sindarov gegangen. Der junge Usbeke ist der Gewinner des Kandidatenturniers und Herausforderer von Weltmeister D. Gukesh. Um doch noch ins Finale zu kommen und den vierten Platz in der Gesamtwertung zu erreichen, musste Sindarov den Rückstand im Turnierverlauf also aufholen.

Keymer konnte zwar in St. Louis seinen Vorsprung zwischenzeitlich gar auf 1,5 Zähler ausbauen. Spannend wurde es dann jedoch, nachdem sich der Usbeke im direkten Duell in der siebten Runde durchsetzen konnte und in der Gesamtwertung wieder auf 0,5 Punkte herankam. 

Keymer führt Preisgeld-Ranking der Grand Chess Tour an

Nach jeweiligen Siegen in der vorletzten Runde - Vincent Keymer besiegte Top-Spieler Fabiano Caruana, Javokhir Sindarov bezwang Jorden van Foreest - wurde es noch einmal spannend. Sindarov holte ein Remis gegen den stark aufspielenden US-Amerikaner Wesley So, der letztlich den Sinquefield Cup gewinnen konnte und ebenfalls im Finale steht.

Keymer schnappte sich in einer wilden Parallel-Partie gegen den abgeschlagenen Jorden van Foreest ebenfalls ein Remis. Der Niederländer überraschte dabei mit der Eröffnungsvariante Königsgambit, was auf Großmeister-Niveau nur selten gespielt wird. Dadurch musste der Deutsche viel Zeit für Berechnungen investieren. Am Ende lief es nach dreifacher Stellungswiederholung auf ein Remis hinaus.

Keymer und Sindarov belegten beim Sinquefield Cup somit mit jeweils fünf Punkten aus neun Partien den geteilten dritten Platz. Beide erhalten ein Preisgeld von 42.500 US-Dollar. Die Grand Chess Tour besteht aus fünf Stationen, auf denen Schnell- und Blitzschach bzw. klassisches Schach gespielt werden.

Beim Auftaktturnier in Polen (Schnell- und Blitzschach) war Deutschlands bester Großmeister nicht an den Start gegangen, in Rumänien (klassisch) schnappte er sich den Sieg. In Kroatien (Platz 5) und Saint Louis (Platz 9), wo jeweils Schnell- und Blitzschach auf dem Programm stand, verpasste Keymer Top-Ergebnisse. Durch seinen dritten Platz zum Abschluss und insgesamt 220.000 US-Dollar führt er nun das Preisgeld-Ranking der diesjährigen Grand Chess Tour an. 

Im Halbfinale der Finals trifft der Schach-Großmeister aus Mainz nun auf den Inder R. Praggnanandhaa. Die US-Amerikaner Wesley So und Fabiano Caruana spielen ebenfalls um den Einzug ins Finale.

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