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Wie gut ist der Norweger noch?

Magnus Carlsen "nicht mehr so überragend"

Wie gut ist Magnus Carlsen noch im klassischen Schach?
Wie gut ist Magnus Carlsen noch im klassischen Schach?
Foto: © IMAGO/James Modesto
25. Juni 2026, 10:39
sport.de
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Magnus Carlsen hat sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr dem klassischen Schach abgewendet. Deutschlands bester Großmeister Vincent Keymer trifft immer wieder auf den Norweger und weiß: So dominant wie einst ist der Superstar nicht mehr.

Wie gut ist Magnus Carlsen noch im klassischen Schach? Diese Frage stellen sich zahlreiche Fans, aber auch Konkurrenten.

Denn: Die 35 Jahre alte Schach-Lichtgestalt spielt nur noch äußerst selten in der Hauptvariante. Größeren Reiz haben für Carlsen inzwischen Freestyle-Schach, wo die Figuren auf völlig verschiedenen Startpositionen gestellt werden, oder die Schnell- und Blitz-Varianten.

Geht es nach Vincent Keymer, ist es "schwer zu sagen, wie gut Carlsens klassisches Schach aktuell ist, weil er es nicht mehr so viel spielt", sagte er gegenüber dem "Standard" aus Österreich. Es sei zwar "sicher nicht so", wie es beim top-besetzten Norway Chess ausgesehen hat. "Aber vielleicht auch nicht mehr so überragend, wie wir es lange gewohnt waren."

Dort wurde Magnus Carlsen, der in seiner Heimat schon sieben Mal gewonnen hat, nämlich überraschend nur Vierter. Keymer belegte beim Sieg von Praggnanandhaa Rameshbabu aus Indien Platz fünf, der amtierende Weltmeister Gukesh Dommaraju wurde Sechster.

Carlsen geht bei Rapid-WM unter

Magnus Carlsen erlebte derweil auch kürzlich bei der World Rapid and Blitz Team Chess Championship in Hongkong ein böses Erwachen. Der Norweger verlor nicht nur vier Partien in Folge, sondern stürzte im Rapid-Ranking auch auf einen nie dagewesenen Tiefstwert ab.

Der womöglich beste Schachspieler spielte für das Team WR Chess. Nach gutem Start mit zwei Siegen und zwei Remis aus den ersten vier Partien lief anschließend überhaupt nichts mehr zusammen.

Carlsens Team schloss die Rapid-WM letztlich nur auf dem 17. Platz ab. Der Titel ging an die Mannschaft Dragon Chilling, die von Ex-Weltmeister Ding Liren angeführt wurde. 

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