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"Er hat sie alle übertroffen"

Schach-Coach teilt gegen Magnus Carlsen und Co. aus

Gukesh ist der jüngste Schach-Weltmeister aller Zeiten
Gukesh ist der jüngste Schach-Weltmeister aller Zeiten
Foto: © IMAGO/Foto Olimpik
30. Mai 2026, 16:20
sport.de
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Dommaraju Gukesh ist zwar der jüngste Schach-Weltmeister aller Zeiten und amtierender Titelträger, dennoch muss sich der 20-Jährige von vielen Seiten immer wieder Kritik gefallen lassen. Seinem Trainer Grzegorz Gajewski geht das zu weit.

Von Garry Kasparov über Magnus Carlsen bis hin zu Ian Nepomniachtchi und Anatoli Karpov: Die Liste der Schach-Prominenz, die Weltmeister Dommaraju Gukesh in den letzten Monaten öffentlich kritisiert hat, ist ziemlich lang. Geht es nach dem Trainer des Inders, Grzegorz Gajewski, ist sie deutlich zu lang. 

"Kasparov, Carlsen, Karpov und die anderen, sie sind alle großartige Spieler. Sie alle haben Egos, und Gukesh ist ein junger Mann, der sie alle auf eine gewisse Art und Weise übertroffen hat", unterstellte Gajewski den anderen Schach-Stars im Interview mit der "Hindustan Times" einen gewissen Neid auf Gukesh, der sich 2024 zum jüngsten Schach-Weltmeister aller Zeiten kürte. 

Er wolle gar nicht behaupten, dass sein Schützling besser als die Genannten sei, so Gajewski weiter. "Aber er hat etwas erreicht, das sie nie erreicht haben. Ich verstehe, dass Garry sauer ist, dass sein Rekord gebrochen wurde, aber ich denke, das Spiel verändert sich einfach", sagte der Gukesh-Coach mit dem Verweis auf Gasparovs ersten WM-Titel, der ihn im Jahr 1985 zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten machte. 

"Man muss Frieden mit der Realität schließen"

Er habe zudem auch Mitleid mit Nepomniachtchi, der zwei Mal um die WM spielte und beide Male verlor. "Er war so nah dran, Weltmeister zu werden, und hat viele Jahre gearbeitet, um so weit zu kommen. Und dann kommen diese Jungen und schnappen sich den Titel einfach", sagte Gajewski.

"Gukesh hat sein erstes Kandidatenturnier direkt gewonnen. Dann wurde er sofort Weltmeister, hat Ding geschlagen, an dem Nepo gescheitert ist. Danach kommt Sindarov und zerstört das Kandidatenturnier, als wäre es nichts. Deswegen verstehe ich, warum sie sich so äußern. Aber man muss Frieden mit der Realität schließen", sieht Gajewski einen Generationenwechsel in der Schach-Szene bereits vollzogen. 

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