Wann die Schach-Weltmeisterschaft in diesem Jahr stattfinden wird, steht immerhin schon grob fest. Wo das Event steigt, ist dagegen noch völlig unklar. Herausforderer Javokhir Sindarov hat einen klaren Wunsch.
Ende des Jahres kämpfen Titelverteidiger Doomaraju Gukesh und Herausforderer Javokhir Sindarov im jüngsten WM-Finale aller Zeiten um die Schach-Krone.
Einen groben Zeitplan für den Höhepunkt des Jahres hat der Weltverband FIDE bereits bekanntgegeben. Stattfinden soll das Match demnach zwischen dem 23. November und dem 17. Dezember.
Noch ungewiss ist allerdings, wo die WM in diesem Jahr steigen wird. Die FIDE hat den Bieter-Prozess mittlerweile eröffnet. Potenzielle Ausrichter können Interesse anmelden und sich bewerben. Das war seit dem Rückzug von Magnus Carlsen nicht immer ein reibungsloser Prozess. Auch in diesem Jahr könnte es dauern, bis eine Entscheidung gefallen ist.
Sindarov wünscht sich Schach-WM in einem warmen Land
Sindarov hat eine klare Vorstellung davon, welche Orte er sich wünscht und welche nicht. Ausschließen würde der 20-Jährige unter anderem seine usbekische Heimat.
"Wenn die WM im Dezember stattfindet, würde ich mich wahrscheinlich für ein warmes Land wie Zypern entscheiden, weil ich ein WM-Match nicht bei kaltem Wetter spielen möchte", sagte Sindarov, der sich in Zypern in diesem Jahr beim Kandidatenturnier durchsetzte und sich damit das Recht verdiente, Gukesh herauszufordern.
Letztlich sei ihm zwar egal, wo das Duell gegen den Inder über die Bühne geht, "aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich hierfür entscheiden", bekräftigte der Usbeke seinen Wunsch nach einem warmen Austragungsort.
Im Jahr 2024 hatte die Schach-WM zwischen Gukesh und Ding Liren in Singapur stattgefunden, die Ausgabe zuvor zwischen Ding und dem Russen Ian Nepomniachtchi ging in Astana über die Bühne. Bis die kasachische Hauptstadt als Austragungsort feststand, vergingen allerdings viele Monate, in denen sich zunächst kein Ausrichter fand.

