Die Diskussion um die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft vor der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada hielt in den letzten Tagen weiter an. Während viele Experten und Fans über eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer kontrovers diskutieren, bekam der Weltmeister von 2014 weitere prominente Unterstützung von einem ehemaligen Teamkollegen: Roman Weidenfeller hat sich klar hinter Neuer gestellt und hält dessen DFB-Comeback für richtig.
Der langjährige Keeper von Borussia Dortmund gewann gemeinsam mit Neuer die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien und kennt dessen Bedeutung für die Nationalmannschaft genau. Im Gespräch mit "Sky Sport" machte Weidenfeller deutlich, dass für ihn kein anderer deutscher Torwart aktuell an Neuer vorbeikomme.
"Absolut, weil er der beste deutsche Torhüter ist in der Bundesliga", sagte Weidenfeller auf die Frage, ob Neuer als Nummer eins zur WM fahren sollte.
Besonders die konstant starken Leistungen des Bayern-Kapitäns beeindruckten ihn weiterhin: "Er hat noch weiterhin Topwerte – gerade auch bei den Top-Chancen – und da wissen wir alle, dass wir uns da auf Manuel verlassen können."
Weidenfeller ergänzte, dass er ihm "natürlich" die Daumen drücke und dem derzeit angeschlagen Routinier viel Erfolg für sein WM-Abenteuer wünsche.
Weidenfeller findet Nagelsmann-Kommunikation "nicht ganz positiv"
Gleichzeitig räumte Weidenfeller aber ein, dass die Kommunikation rund um die aktuelle Torwartfrage nicht optimal verlaufen sei. Vor allem Bundestrainer Julian Nagelsmann war zuletzt dafür kritisiert worden, sich nicht frühzeitig klar zu Neuer oder Oliver Baumann bekannt zu haben.

"Die Kommunikation war vielleicht nicht ganz positiv", sagte Weidenfeller gegenüber "Sky Sport" offen. Dennoch könne er nachvollziehen, warum sich Nagelsmann lange nicht festlegen wollte: "Letztlich ist es natürlich auch immer sehr schwierig, sich im Vorfeld festzulegen, weil Verletzungen können immer dazukommen."
Genau diese Sorge spielt auch derzeit eine Rolle: Neuer muss wegen leichter Wadenprobleme derzeit kürzertreten und wird im Pokalfinale am Samstagabend (ab 20:00 Uhr) geschont. Für Weidenfeller jedoch kein Grund zur Panik. Mit einem Augenzwinkern sagte er: "Die Wade der Nation zwickt ein bisschen."






























