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"Wir waren wirklich besorgt"

Rom-Turnierchef enthüllt Probleme bei Sinner

Jannik Sinner tankt frische Kraft vor den French Open
Jannik Sinner tankt frische Kraft vor den French Open
Foto: © IMAGO/IPA Sport/ABACA
20. Mai 2026, 08:01
sport.de
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Beim ATP-Turnier in Rom gewann Jannik Sinner sein sechstes Masters in Folge und untermauerte seine Favoriten-Rolle vor den French Open einmal mehr. Nun allerdings enthüllte der Turnierdirektor aus Rom, Probleme bei Sinner, die ihn fast sein Heimturnier kosteten.

Erst kurz vorher hatte er die Masters in Monte Carlo und Madrid gespielt und gewonnen. Pausen gab es in dieser Zeit kaum. Ein Einsatz in Rom stand deshalb auf der Kippe, wie Turnierdirektor Angelo Binaghi bei "Eurosport Italia" enthüllte.

"Berrettini sagte mir: 'Ja, ja, schau, es ist unmöglich, dass er kommt. Er kann nicht mehr'", erklärte Binaghi nach Sinners Finalsieg. "Ich hatte mich also bereits damit abgefunden."

In der italienischen Hauptstadt kämpfte sich der Südtiroler durch das Turnier und schaltete auf dem Weg unter anderem Andrey Rublev und Daniil Medvedev aus. In beiden Spielen sah man Sinner allerdings zeitweise die Anstrengung an.

"Wir waren wirklich besorgt über seine physische Verfassung. Wir haben sowohl am Ende des Matches gegen Rublev als auch besonders im Spiel gegen Medvedev Probleme gesehen", sagte der Turnierchef.

"Ich glaube, dass Jannik im letzten Match Energien gezeigt hat, von denen er vielleicht selbst nicht wusste, dass er sie besitzt", sagte er nach Sinners Sieg über Casper Ruud. "Das ist es, was große Champions auszeichnet. Sie sind keine normalen Menschen und haben eine Leidensfähigkeit, die weit über die von normalen Menschen hinausgeht."

Sinner braucht Tennis-Pause

Die Aussagen des Turnierchefs lassen aufhorchen und decken sich mit dem, was Jannik Sinner selbst nach dem Turnier andeutete. Nämlich, dass er vor den French Open eine Pause braucht. 

"Die wichtigste Priorität ist, mich in den nächsten zwei, drei Tagen so gut wie möglich zu erholen", erklärte Sinner nach seinem Triumph in Rom. "Es wird definitiv nicht viel Training geben. Kein Tennis. Körperlich müssen wir schauen. Ich möchte in diesem Moment auch ein bisschen Zeit mit meiner Familie verbringen. Einfach mal vom Tennis abschalten", so Sinner.

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