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"Es geht um Respekt"

Sinner legt in Preisgeld-Debatte nach

Jannik Sinner wünscht sich mehr Respekt
Jannik Sinner wünscht sich mehr Respekt
Foto: © IMAGO/AllShotLive
08. Mai 2026, 09:45
sport.de
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Wenige Wochen vor dem Start der French Open sorgten einige Top-Spieler und -Spielerinnen für Aufsehen, weil sie sich über das Preisgeld in Roland Garros beschwerten und sogar einen Boykott in Betracht zogen. Top-Star Jannik Sinner legt im Preisgeld-Streit nun nochmal nach.

Der Italiener war einer derjenigen, die ihre "tiefe Enttäuschung" über die Ausschüttungen bei den French Open zum Ausdruck gebracht hatten. 

"Es geht eher um Respekt. Denn ich denke, wir geben viel mehr, als wir zurückbekommen. Es geht nicht nur um die Topspieler, sondern um uns alle Spieler. Natürlich sprechen wir auch über Geld. Aber das Wichtigste ist Respekt, und genau diesen fühlen wir einfach nicht“, sagte Jannik Sinner vor dem ATP Masters in Rom.

Der Italiener argumentierte außerdem, dass es trotz eines Jahres voller Gespräche keine Reformen gegeben habe, weshalb die Boykottgespräche nachvollziehbar seien. Er fügte hinzu, dass die Spieler möglicherweise zu stärkeren Maßnahmen greifen müssten, um Veränderungen voranzutreiben und künftig mehr Fairness sicherzustellen.

"Es ist nicht schön, dass wir nach einem Jahr nicht einmal annähernd dort sind, wo wir gerne wären. Deshalb verstehe ich die Spieler, die über einen Boykott sprechen, denn irgendwo müssen wir auch anfangen. Jetzt dauert das schon sehr lange an. Dann werden wir in Zukunft sehen", ergänzte Sinner.

Preisgeld steigt - der Frust aber auch

Die Beschwerden der Tennis-Stars kommen vor einem Turnier bei dem das Preisgeld im Vergleich zum Vorjahr um 10% gestiegen ist. Den Athleten und Athletinnen allerdings ist es ein Dorn im Auge, dass man einen zu kleinen Teil des Turnier-Umsatzes als Preisgelder auszahlt.

Eine der Lautsprecherinnen in der Preisgeld-Debatte ist Aryna Sabalenka. Die Top-Spielerin erhält nun Rückendeckung von Novak Djokovic, auch wenn sich dieser nicht groß in die Debatte einmischt.

"Ich freue mich, dass es bei den Führungspersönlichkeiten unseres Sports, wie Aryna Sabalenka, die Bereitschaft gibt, wirklich Verantwortung zu übernehmen und die Dynamik der Tennispolitik zu verstehen – ebenso wie die Feinheiten dessen, was getan werden muss, nicht nur zu ihrem eigenen Vorteil und Wohlbefinden, sondern zum Wohl aller. Das ist für mich wahre Führungsstärke, und ich denke, sie sollte daran festhalten. Dafür zolle ich ihr Respekt. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen", erklärte der Serbe.

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