Obwohl er unbestritten zu den größten Talenten des deutschen Tennis zählt, blieb Max Schönhaus eine Wildcard beim ATP-Turnier in Hamburg verwehrt. Der 18-Jährige fightete sich allerdings über die Qualifikation ins Hauptfeld - und sorgte dabei für einen echten Paukenschlag. Am Montag folgte beinahe die zweite Sensation.
Am Montag traf Max Schönhaus (Nummer 452 der Weltrangliste) bei den Hamburg Open in der ersten Runde auf seinen DTB-Kollegen Yannick Hanfmann (Nummer 55 der Weltrangliste). Für den deutschen Youngster war das Duell der Lohn für eine erfolgreiche Qualifikation, in der der Gewinner der ATP-Finals der Junioren 2025 am Sonntag im Finale einen der größten Siege seiner Karriere feierte.
Schönhaus rang den US-Amerikaner Marcos Giron in drei Sätzen mit 6:7, 6:4 und 7:6 nieder und bezwang damit erstmals einen Spieler aus den Top 100 der Weltrangliste. Giron startete als Nummer 84 des ATP-Rankings ins Match.
Schönhaus ging von Beginn an volles Risiko, schlug satte 52 Winner und leistete sich auf der anderen Seite 67 Unforced Errors. Da auch Giron mehr Fehler- als Gewinnschläge produzierte (18:30), genügte es dennoch zum knappen Erfolg. Das DTB-Talent gewann insgesamt 124 Ballwechsel, sein Gegenüber nur fünf weniger.
Auch gegen Hanfmann bewies Schönhaus, dass er mithalten kann. In einer extrem knappen Partie verlor der Youngster 3:6, 7:6 und 4:6. Für Hanfmann sprach letztlich nur die stärkere Ausbeute bei den wichtigen Punkten.
Erstes DTB-Talent schon ausgeschieden
Abseits der Juniorentour konnte Schönhaus 2025 mit dem Gewinn zweier kleinerer Turniere auf der ITF-Tour erste Ausrufezeichen setzen. Er gewann je ein M15- und ein M25-Event im tunesischen Monastir.
2026 gab es noch wenige große Ausreißer: Im April stand Schönhaus im Finale von Santa Margherita di Pula (M25), beim Challenger in Koblenz erreichte er im Februar das Halbfinale. Nun folgte in Hamburg der erste Einzug ins Hauptfeld eines ATP-Turniers.
Mit Daniel Altmaier (Nummer 64 der Weltrangliste), Justin Engel (Nummer 185 der Weltrangliste), Jan-Lennard Struff (Nummer 83 der Weltrangliste) und Diego Dedura (Nummer 283 der Weltrangliste) stehen weitere Deutsche im Hauptfeld. Dedura musste sich am Sonntag allerdings bereits dem an Position acht gesetzten US-Amerikaner Frances Tiafoe (Nummer 22 der Weltrangliste) geschlagen geben.
Alexander Zverev verzichtete aufgrund von Rückenbeschwerden auf einen Start in seiner Heimatstadt.













