Kehrt Manuel Neuer vom FC Bayern zur WM in Kanada, den USA und Mexiko ins DFB-Tor zurück? Bundestrainer Julian Nagelsmann äußert sich zu den seit Samstagnachmittag kursierenden Medienberichten.
"Ich halte an meiner Eingangsthese fest, dass ich zuerst das Gespräch mit den Spielern suche. Es wird immer zuerst der Spieler kontaktiert, das hat noch nicht stattgefunden", sagte der 38-Jährige am Abend im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF".
"Sky" hatte zuerst berichtet, dass sich Nagelsmann, DFB-Spordirektor Rudi Völler sowie Neuer auf ein Comeback zur Mitte Juni startenden Endrunde geeinigt hätten - und zwar als klare Nummer eins.
Auf Nachfrage von RTL/ntv und sport.de wurde die Meldung am Samstagabend aber weder von DFB-Seite noch von Neuers Management offiziell bestätigt.
"Es gibt einen Tag X, wo die Nominierung stattfindet. Wenn ich anfange, nur weil ich mich getrieben fühle und Deutschland über gewisse Themen diskutiert, Dinge vorwegzunehmen und zu verkünden, dann bewerte ich nicht alles, was ich sehe", sagte Nagelsmann und betonte, dass "jeder Spieler das Recht habe, die Information von mir zu bekommen. Ich bin weit davon weg, mich treiben zu lassen."
WM-Kader? Nagelsmann kündigt "62 Telefonate" an
Bislang war Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim) wegen der Verletzungsmisere bei Marc-André ter Stegen Nagelsmanns Nummer eins. "Das ist mein Stand, ich habe keine andere Info", sagte Baumann in der "ARD" nach dem 0:4 bei Borussia Mönchengladbach am Samstag.
Nagelsmann wird seinen WM-Kader mit 26 Spielern am Donnerstag auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main bekannt geben. Bis dahin werde er "62 Telefonate" führen, betonte er.
Bei Neuer muss sich der Bundestrainer wohl auch aus gesundheitlichen Gründen noch gedulden. Beim Saisonfinale des FC Bayern gegen den 1. FC Köln musste der 40-Jährige angeschlagen ausgewechselt werden. Betroffen ist einmal mehr die Wade.
FC Bayern: Manuel Neuer muss zur MRT-Untersuchung
Laut "Bild" wurde noch am Samstagabend eine MRT-Untersuchung bei Neuer durchgeführt. Die Verletzung soll nicht schwerwiegend sein und zunächst ein bis zwei Tage beobachtet werden, heißt es.
Neuer konnte demnach trotz seiner Blessur bei der privaten Meisterfeier des FC Bayern in München teilnehmen, wenn auch mit etwas Verspätung.
Der Weltmeister von 2014 war nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien und 124 Länderspielen aus der DFB-Auswahl zurückgetreten. Er würde beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) seine fünfte WM spielen.
Klar ist bereits. dass es für Neuer beim FC Bayern noch ein weiteres Jahr weitergeht: Am Freitag verlängerte er seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis 2027.




























