Trainer Albert Riera steht bei Eintracht Frankfurt nach nur dreieinhalb Monaten im Amt vor dem Aus als Cheftrainer. Noch will Sportvorstand Markus Krösche das allerdings nicht bestätigen.
Krösche ließ die Frage nach der weiteren Zusammenarbeit mit Albert Riera demonstrativ offen, nachdem der spanische Coach zuvor schon vom Eintracht-Anhang eine klare Botschaft bekam.
Mitten im Spiel entrollten die Frankfurter Anhänger ein riesiges Banner mit der Aufschrift: "Nada de gracias, Alberto". Übersetzt bedeutet das: "Danke für nichts, Alberto." Ein deutliches Zeichen dafür, wie angespannt die Stimmung auch zwischen Mannschaft und aktiver Fanszene zuletzt war.
Krösche selbst wollte sich unmittelbar nach Abpfiff nicht öffentlich festlegen. Auf die Frage, ob das Remis gegen Stuttgart bereits Rieras letztes Spiel als Frankfurter Trainer gewesen sei, antwortete der Sportvorstand ausweichend: "Ich werde heute mit Ihnen nicht über Personalien sprechen."
Stattdessen kündigte der 45-Jährige zunächst eine umfassende Aufarbeitung der enttäuschenden Entwicklung an. "Ich will erstmal alles sacken lassen. Und dann werden wir natürlich in die Analyse gehen. Das ist ja auch ganz klar. Und dann schauen wir mal, wie wir es angehen", erklärte Krösche.
Riera liefert schlechtesten Punkteschnitt seit zehn Jahren

Dass die Situation für Riera ziemlich heikel ist, ist nicht mehr zu übersehen. Der Spanier hatte Anfang Februar die Nachfolge von Dino Toppmöller übernommen, konnte die sportliche Krise aber nie wirklich nachhaltig stoppen. Seine Bilanz fällt ernüchternd aus: vier Siege, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen bei nur 1,21 Punkten pro Partie.
Damit gehört Riera statistisch sogar zu den schwächsten Frankfurter Bundesliga-Trainern der vergangenen Jahre. Einen schlechteren Punkteschnitt erreichte zuletzt nur Armin Veh in der Saison 2015/16.
Neben den sportlichen Problemen sorgte der exzentrische Coach auch immer wieder für Diskussionen um seinen Umgang mit einzelnen Spielern. Immer wieder gab es Berichte über Spannungen mit SGE-Stars – unter anderem mit Jonathan Burkardt – sowie Reibungen mit den Medien.
Trotzdem stellte sich Krösche zumindest teilweise noch hinter seinen vermeintlichen Wunschtrainer: "Für Albert war das sicherlich keine einfache Situation hier bei uns. Das muss man ehrlicherweise sagen", erklärte der Eintracht-Boss.



























