In der Torwartfrage bei der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft bahnt sich offenbar eine spektakuläre und womöglich letzte Kehrtwende an. Laut eines jüngsten Medienberichts soll Manuel Neuer für die kommende WM in den USA, Mexiko und Kanada nun doch in den Kader der DFB-Auswahl zurückkehren und Deutschland als Nummer eins ins Turnier führen.
Das zumindest vermeldete "Sky" am Samstagabend. Dem Bericht zufolge haben sich Manuel Neuer, Bundestrainer Julian Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler zuletzt darauf verständigt. Auf Nachfrage von RTL/ntv und sport.de wurde die Meldung am Samstagabend aber weder von DFB-Seite noch vom Management von Manuel Neuer offiziell bestätigt.
Zwischen dem Trio Nagelsmann/Völler/Neuer soll es regelmäßige Gespräche und mehrere persönliche Treffen gegeben haben. Nagelsmann beobachtete den Bayern-Kapitän zuletzt zudem mehrfach live im Stadion und soll von den Leistungen des 40-Jährigen beeindruckt gewesen sein.
Intern herrscht beim DFB laut "Sky" offenbar die Überzeugung, dass man auf Neuers Erfahrung, Ausstrahlung und Siegermentalität bei einer Weltmeisterschaft nicht verzichten könne. Und das, obwohl Oliver Baumann sowohl bei 1899 Hoffenheim als auch in der WM-Qualifikation mit starken Leistungen überzeugt hatte.
Baumann selbst hatte sich am Samstag noch zuversichtlich gezeigt, bei der kommenden Weltmeisterschaft als Stammtorwart auflaufen zu dürfen.
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Neuer soll bereits "vor Tagen" zugesagt haben
Besonders brisant: Neuer soll nach Informationen des TV-Senders seine Zusage schon "in den vergangenen Tagen" gegeben haben. Am Samstag musste er dann im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln (5:1) vorzeitig mit erneuten Wadenproblemen ausgewechselt werden. Diese sollen nach "Bild"-Informationen aber "eher nicht schwerwiegend" sein.
Der Weltmeister-Torwart von 2014 hatte seine Karriere im DFB-Team eigentlich nach der Heim-EM nach 124 A-Länderspielen beendet.
Nun könnte kurz vor der WM das große Comeback folgen. Seinen ersten Einsatz nach der Rückkehr könnte Neuer bereits in den letzten Testspielen vor dem Turnier feiern, die gegen Finnland in Mainz (31. Mai) oder gegen die USA in Chicago (6. Juni) angesetzt sind.
Für Oliver Baumann wäre diese Entwicklung besonders bitter, sollte sie tatsächlich bestätigt werden. Der Hoffenheimer galt zuletzt intern als klare Nummer eins und zeigte sich nach dem 0:4 bei Borussia Mönchengladbach sogar noch äußerst selbstbewusst am "Sky"-Mikrofon und meinte: "Ich gehe sehr selbstbewusst in die Vorbereitung und dann in die WM. Er (Bundestrainer Julian Nagelsmann, Anm. d. Red.) hat mir das Vertrauen ausgesprochen. Punkt."






























