Die Diskussion um die Nummer eins im deutschen Tor nimmt kurz vor der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada immer weiter an Fahrt auf. Doch Oliver Baumann selbst scheint davon völlig unbeeindruckt zu sein. Der Keeper von 1899 Hoffenheim machte nach der deutlichen 0:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach am Samstag klar, dass er fest mit der Rolle als deutscher Stammtorwart bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada plane.
Vor allem die zuletzt immer lauter werdenden Spekulationen um ein mögliches Comeback von Manuel Neuer sorgen derzeit für reichlich Wirbel rund um die DFB-Auswahl. Doch Oliver Baumann vermittelte nun demonstrativ Gelassenheit und verwies dabei auf ein persönliches Gespräch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann.
"Ich gehe sehr selbstbewusst in die Vorbereitung und dann in die WM. Er hat mir das Vertrauen ausgesprochen. Punkt", sagte Baumann bei "Sky".
Besonders bemerkenswert: Der Hoffenheimer deutete an, dass es eine klare interne Absprache mit Nagelsmann gegeben habe. "Ich habe meine Infos - von meinem Gespräch mit Julian (Nagelsmann, Anm. d. Red.). Es war ein Vier-Augen-Gespräch."
Damit sendete Baumann ein deutliches Signal in der zuletzt heißer gewordenen Torwart-Debatte um ihn und Manuel Neuer. Der langjährige Kapitän des FC Bayern München soll Medienberichten zufolge sogar im vorläufigen 55er-Kader stehen, den Nagelsmann bei der FIFA einreichen musste.
Neuer hält sich komplett bedeckt

Neuer selbst hielt sich nach dem 5:1-Erfolg der Bayern gegen den 1. FC Köln übrigens komplett bedeckt: "Für mich ist das heute kein Thema. Heute feiern wir die Meisterschaft, nächste Woche haben wir noch eine ganz wichtige Aufgabe im Pokal", erklärte der 40-Jährige, der wegen leichter Wadenprobleme im Laufe der Partie ausgewechselt worden war.
Zugleich verriet Neuer, dass der Kontakt zu Nagelsmann nie abgerissen sei. Man habe "das gesamte Jahr über" immer wieder miteinander gesprochen.
Baumann wiederum wollte sich nicht auf eine öffentliche Konfrontation einlassen. Die Frage, ob er eine mögliche Rückkehr Neuers als Affront empfinden würde, blockte der Hoffenheimer bewusst ab. "Da kann ich nichts zu sagen. [...] Das ist keine Frage an mich."





























