Bleibt Manuel Neuer, bleibt er nicht? Diese Frage beschäftigte alle rund um den FC Bayern über Wochen und Monate. Der 40-Jährige selbst beantwortete sie für sich laut eigener Aussage recht spät - und mit Hilfe einer speziellen App.
"Dass ich weitermachen will, habe ich vor zwei Wochen zu hundert Prozent gewusst", schilderte Neuer gegenüber Vereinsmedien mit Blick auf seine Vertragsverlängerung bis 2027. "Bereits vor ein paar Wochen hatte ich aber schon eine Tendenz, dass es weitergeht. Wir hatten dann nur so wichtige Spiele, die hatten meine Priorität."
Außerdem verzögerten die beiden Muskelfaserrisse in der linken Wade im Februar und März die Entscheidungsfindung des Weltmeisters von 2014.
"Meine Entscheidung hat ein bisschen gedauert – ich wollte mir hier einfach wirklich Zeit nehmen, weil es eine sehr wichtige Entscheidung zunächst für mich, aber natürlich auch für den Verein und für unsere Mannschaft ist. Jetzt bin ich überzeugt: Das ist die richtige Entscheidung", sagte Neuer.
Rückhalt beim FC Bayern für Manuel Neuer "eine schöne Bestätigung"
Eine Rolle spielten dabei auch die Mitspieler. "Es freut mich sehr, dass auch die Mannschaft wollte, dass ich noch ein Jahr dranhänge. Ich habe immer diesen Rückhalt gespürt. Das ist für mich eine schöne Bestätigung", sagte Neuer.
Besonders hob er die Zusammenarbeit im Torwart-Team mit Jonas Urbig und Sven Ulreich hervor. "Wir verstehen uns sehr gut auf dem Platz – und außerhalb sowieso. Wir arbeiten füreinander", sagte Neuer. "Wir treffen uns nach jedem Training, reden, coachen uns, versuchen einander zu helfen. Ulle und ich begleiten Jonas in seinem Reifeprozess und bereiten ihn auf die Zukunft vor."
FC Bayern: App half Manuel Neuer bei seiner Zukunftsentscheidung
Bei den Überlegungen über seine Zukunft beim FC Bayern half der Torhüter-Ikone auch ein elektronisches Hilfsmittel.
"Ich habe mir eine App runtergeladen, ähnlich wie diese Bewertungen auf einer Raststätte mit den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün", erzählte Neuer. "Dann habe ich jedes Mal angekreuzt: Trainingsleistung, Spielleistung, wie ich mich fühle, ob ich glücklich bin. Das war wie eine Art Tagebuch und ich muss sagen, dass am Ende 90 Prozent auf Grün stand."
Es sei dann "keine reine Bauchentscheidung" mehr für ihn gewesen, betonte Neuer, "sondern wirklich eine lange Strecke, über die ich viele Informationen gesammelt habe. Klar, kleine Verletzungen gehören im Profifußball dazu, die haben aber keine große Rolle gespielt. Ich habe immer gut trainiert und gute Leistungen gezeigt".



























