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Völler meldet sich zu Wort

Hoeneß-Kritik "faktisch falsch"

Rudi Völler (r.) steht Julian Nagelsmann zur Seite
Rudi Völler (r.) steht Julian Nagelsmann zur Seite
Foto: © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
16. Mai 2026, 11:24
sport.de
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Uli Hoeneß war zuletzt wieder in der "Abteilung Attacke" unterwegs. Der Ehrenpräsident des FC Bayern sparte nicht mit Kritik und nahm dabei unter anderem Bundestrainer Julian Nagelsmann ins Visier - sehr zum Unmut der DFB-Verantwortlichen.

Sportdirektor Rudi Völler konterte die Kritik deshalb nun eindeutig und bezeichnete die Aussagen von Hoeneß als "faktisch falsch". 

Im Interview der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" sagte Völler: "Dinge, die faktisch falsch sind, muss man aber auch widerlegen. Zum Beispiel die Sache mit dem Einspielen vor einer WM. Das stellt sich doch ganz anders dar."

Hoeneß hatte Nagelsmann in der Vorwoche in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" mit folgenden Worten kritisiert: "Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance."

Völler trat dem Vorwurf nun explizit entgegen. "Es waren bei jedem Spiel seit Start der WM-Qualifikation mindestens fünf, meist sogar mehr potenzielle Stammspieler verletzt. Kai Havertz, Jamal Musiala, jetzt Serge Gnabry. Es gibt wahnsinnig viele Spiele, die Jungs kommen oft mit Muskelproblemen zur Nationalmannschaft", sagte er.

DFB-Funktionäre stehen geschlossen hinter Nagelsmann

Schon unter der Woche war DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig für Nagelsmann in die Bresche gesprungen. 

Bei einer Veranstaltung des Heimatvereins "Düsseldorfer Jonges" nahm er den Cheftrainer am Dienstag in Schutz - und Hoeneß aufs Korn.

Die Kritik habe ihn "erstaunt", er empfinde die Angriffe auf den Bundestrainer als "einfach unnötig", polterte der langjährige Bundesliga-Funktionär.

Rettig ergänzte: "Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand vom DFB Herrn Hoeneß gebeten hat, ein Zwischenzeugnis für Herrn Nagelsmann auszugeben. Ich kenne auch die Motivation nicht, was ihn da jetzt reitet."

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