Bereits zu Wochenbeginn stellte der französische Skiverband FFS die verschiedenen Kadergruppen für die Biathlon-Saison 2026/2027 vor und machte damit die Aufnahme des erst 20 Jahre alten Leo Carlier in die Trainingsgruppe B offiziell. Wohlgemerkt in einem Alter, in dem er eigentlich noch für die Nachwuchsfördergruppe "Excellence 2030" startberechtigt wäre. Der Youngster fühlt sich bereit für die neue Herausforderung.
Leo Carliers Saison 2025/2026 war ein voller Erfolg: Der 20-Jährige verbuchte Podiumsplätze und Siege im Junior Cup, feierte ein gelungenes Debüt im IBU-Cup mit zwei Top-10-Platzierungen und gewann schließlich drei Medaillen bei den U21-Weltmeisterschaften am Arber.
Der Lohn: Vom französischen Verband FFS wurde der Skijäger für den kommenden Winter in den B-Kader nominiert.
"Ich wusste, dass ich eine Chance hatte, dort aufgenommen zu werden, und ich habe es mir auch erhofft – aber ich hatte nicht unbedingt damit gerechnet", kommentierte Carlier die frohe Kunde gegenüber dem "Nordic Magazine".
Der Franzose ergänzte: "Als ich erfuhr, dass ich dabei bin, habe ich mich natürlich riesig gefreut! Ich bin stolz darauf, in einer Gruppe mit einigen der Großen zu trainieren – wie etwa Damien Levet, der im vergangenen Winter bereits im Weltcup am Start war. Das wird mir enorm weiterhelfen."
Aufstieg für Biathlon-Juwel "quasi Pflicht"
Für Carlier ist die Nominierung ein entscheidender Sprung in seiner Karriere.
"Wenn man mit dem Biathlon beginnt und diesen Sport zu seinem Beruf machen möchte, ist es natürlich ein klares Ziel, diese Etappe zu durchlaufen. Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass es absolut unerlässlich ist, diesen Weg zu gehen. Es ist quasi Pflicht", verdeutlichte der 20-Jährige.
Für Carlier bringt der Aufstieg nun eine Reihe von Veränderungen mit sich. "Ich bekomme neue Trainer und wechsle die Trainingsgruppe", erläuterte er.
Ein Großteil der Trainingslehrgänge wird gemeinsam mit dem französischen A-Kader absolviert. Carlier dazu: "Es wird großartig sein, gemeinsam mit den Besten der Welt wie Quentin Fillon-Maillet und Eric Perrot trainieren zu können. Das wird sehr interessant werden, und wir werden enorm davon profitieren."
