Nach der vierwöchigen April-Pause tauchten die Formel-1-Teams beim Rennwochenende in Miami mit zahlreichen Upgrades an ihren Autos auf. Eine Neuerung von Red Bull Racing nimmt unter anderem McLaren ganz genau unter die Lupe.
McLaren-Teamchef Andrea Stella hat zugegeben, dass seine Crew in Miami mit ganz besonders großem Interesse Richtung Red Bull Racing geschaut hat. Grund war vor allem ein Upgrade, das Max Verstappen und Isack Hadjar an ihren Autos hatten.
"Für die, die technisch interessiert sind, sind wir gerade in einer sehr, sehr interessanten Phase", sagte Stella in Miami in einer Medienrunde mit Blick auf die neuen Teile, die die Teams beim USA-Rennen erstmals nach der wochenlangen Pause präsentierten.
"Wenn man sich zum Beispiel das Sidepod-Konzept anschaut, das Red Bull gezeigt hat, unterschiedet sich das ziemlich von den Sidepot-Konzepten, die Mercedes und Ferrari adaptiert haben. Und der McLaren-Style ist nochmal anders", sagte der Verantwortliche, der fest davon überzeugt ist, dass alle Teams in den kommenden Wochen Dinge von der Konkurrenz "klauen" und kopieren werden, um sie an ihren eigenen Boliden zu testen - ein Standardvorgang in der Formel 1.
Stella: Alle werden auf Red Bull schauen
Ab einem gewissen Zeitpunkt, so erklärte Stella, werde sich auf dem Grid alles stabilisieren und sich die Autos angleichen: "Aber noch sind wir davon ziemlich weit entfernt. Ich denke, es wird diesen Prozess geben, dass wir alle aufeinander schauen und Dinge testen. Und ganz sicher werden sich alle das Red-Bull-Konzept ansehen und schauen, wo die Vorteile sind."
Wie gut das neue Sidepot-Konzept von Red Bull wirklich ist, was es bringt und ob es sich von anderen Teams "einfach" adaptieren lässt, werden die kommenden Wochen zeigen. Fakt ist: In Miami war das Verstappen-Team deutlich näher an der Spitze als in den ersten Rennen der Saison. Ein klares Zeichen, dass Red Bull zumindest nicht in die falsche Richtung entwickelt hat.




