Ende einer Formel-1-Ära: Mario Isola, Motorsportchef von Pirelli und das langjährige Gesicht des Reifenherstellers in der Königsklasse, hat sich beim Rennwochenende in Miami aus dem Paddock verabschiedet.
"Ich bin sehr glücklich. Viele Leute im Fahrerlager sind zur mir gekommen und haben gesagt, dass ich viel Gutes für die Formel 1 getan habe und dass sie mich vermissen werden", sagte der 57 Jahre alte Italiener bei "Sky".
Pirelli hatte den bevorstehenden Isola-Abschied bereits vor Saisonbeginn angekündigt. Sein Nachfolger wird Dario Marrafuschi, der bereits seit 2008 für das Unternehmen arbeitet, zuletzt für die Entwicklung der Straßenprodukte zuständig und vorher bei Formel-1-Rennstall Ferrari tätig war.
Isola übernimmt indes die Rolle als Geschäftsführer beim italienischen Automobilverband ACI Sport.
"Ich habe eine neue Herausforderung, aber ich lasse hier meine zweite Familie zurück. Das ist schon schwierig für mich", sagte Isola über das Ende seiner Zeit in der Formel 1. "Aber manchmal muss man im Leben auf Entscheidungen treffen."
Formel 1: Mario Isola hat auf Ferrari-WM "gehofft"
Mehr als 330 Formel-1-Rennen an der Strecke erlebte Isola, der laut Angaben von Pirelli noch bis zum 1. Juli seinen Nachfolger einarbeiten soll. "Es ist schade, dass ich keinen WM-Titel von Ferrari mitgekommen habe. Darauf hatte ich gehofft. Hoffentlich passiert das in der Zukunft noch", erklärte der im Paddock beliebte Motorsport-Funktionär.
Ganz ohne Isola muss die Formel 1 aber nicht auskommen. "In Monza werde ich dabei sein, im Rahmen meiner neuen Aufgabe", kündigte er an. "Ich werde aber bestimmt auch zu ein paar anderen Rennen reisen, vermutlich zu fünf, sechs pro Jahr."
Pirelli ist seit 2011 alleiniger Reifenlieferant der Formel 1. Der Vertrag mit dem in Mailand ansässigen Konzern wurde zuletzt im Jahr 2023 verlängert. Der neue Kontrakt läuft bis Ende 2027 und beinhaltet die Option auf ein weiteres Jahr.





