Der VfB Stuttgart büßt im Rennen um die Königsklasse zwei wertvolle Punkte ein. Der Druck beim Pokalfinalisten steigt.
Die Stuttgarter Pokalhelden sanken frustriert zu Boden. Drei Tage nach dem emotionalen Einzug ins Finale hat der VfB in der Bundesliga einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen müssen. Im engen Kampf um die lukrativen Champions-League-Plätze kam die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß zuhause gegen Werder Bremen nicht über ein mageres 1:1 (0:1) hinaus und ist nun vor den entscheidenden Wochen als Vierter nur noch punktgleich mit Verfolger Hoffenheim.
"Das ist am Ende zu wenig. Im Kampf um die Champions League müssen wir gerade zuhause jeden Dreier holen, um alles in der eigenen Hand zu haben. Auch wenn wir kaputt waren, haben wir uns mehr vorgenommen. Das tut schon weh", sagte VfB-Torjäger Ermedin Demirovic bei "DAZN" enttäuscht.
Bereits am kommenden Samstag (15:30 Uhr/Sky) kommt es in Hoffenheim zum großen Showdown um die Königsklasse. Danach geht es für den VfB im schweren Endspurt noch gegen Leverkusen und Frankfurt. Demirovic sprach von "drei Brettern, zwei davon gegen direkte Konkurrenten".
Jens Stage brachte Werder in der 18. Minute in Führung. Für den formstarken Dänen war es bereits das zehnte Saisontor. Der VfB zeigte nach den kräftezehrenden 120 Pokalminuten beim Sieg gegen Freiburg (2:1 n.V.) jedoch Moral. Joker Demirovic glich in der 61. Minute aus. Den erhofften Sieg verpassten die überlegenen Schwaben jedoch.
VfB benötigt Anlaufzeit
Werder machte indes einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Bei drei noch ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz sechs Punkte. "Das war für uns als Mannschaft eine super Leistung. Der Punkt ist für uns sehr wichtig", betonte Stage.
Hoeneß nahm nach dem Pokal-Halbfinale sechs Wechsel vor. Überraschend stand Dan-Axel Zagadou in der Startformation. Zuletzt hatte der lange verletzte Innenverteidiger vor knapp einem halben Jahr am 9. November beim 3:2 gegen Augsburg gespielt.
Hoeneß hatte vor Anpfiff "in der Crunchtime" entsprechend "vollen Fokus und volle Intensität" gefordert. Die Anfangsphase gehörte zunächst jedoch den Gästen. Senne Lynen und Stage hatten gleich einmal zwei gute Möglichkeiten für die Bremer.
Der VfB benötigte nach dem Kraftakt im Pokal eine gewisse Anlaufzeit. Doch als die Schwaben besser im Spiel waren, schlug Stage mit einem Flachschuss eiskalt zu. Der VfB drückte nun, tat sich aber schwer, aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren. Werder wehrte sich nach Kräften und blieb bei gelegentlichen Kontern gefährlich.
Hoeneß verstärkte nach dem Wechsel die Offensive und brachte nach knapp einer Stunde Chris Führich und Demirovic, der kurz darauf gleich zuschlug. Stuttgart drängte Bremen nun zurück - aber ohne Erfolg.
































