Wolfsburg holt zumindest einen Punkt und kommt dem Relegationsplatz ein Stück näher.
Dieter Hecking verschwand nach der Nullnummer sofort in Richtung Kabine, die Spieler des VfL Wolfsburg holten sich zumindest noch den aufmunternden Applaus ihrer Fans ab: Nach dem 0:0 im Kellerduell gegen Borussia Mönchengladbach war die Gefühlswelt beim Tabellen-17. zwiegespalten. "Ich bin hin- und hergerissen", sagte auch Sportdirektor Pirmin Schwegler bei Sky.
Denn einerseits verpasste der VfL gegen den direkten Konkurrenten einen möglichen Befreiungsschlag. Andererseits liegen die Wölfe aber nur noch einen Punkt hinter dem FC St. Pauli - am letzten Spieltag treffen beide Teams in Hamburg aufeinander. "Ja, es war wieder ein kleiner Schritt. Trotzdem wären zwei Punkte mehr besser gewesen. Es wird kein Zuckerschlecken", sagte Schwegler.
Für die Borussia war der Punkt derweil viel wert. Sechs Zähler beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang, hinzu kommt die deutlich bessere Tordifferenz gegenüber St. Pauli. Sportchef Rouven Schröder wollte sich aber nicht zu früh freuen. "Wir sind damit noch immer nicht sicher in der Liga. Wir haben noch drei schwere Spiele", sagte er.
Die erste gefährliche Aktion auf der anderen Seite hatte Mohammed Amoura: Der Algerier setzte sich in der 15. Minute im Alleingang durch, traf aus rund elf Metern jedoch nur den Pfosten. Trotz zahlreicher Chancen mangelte es der Borussia an Effizienz. Nach einem missglückten Abstoß von Kamil Grabara kam Haris Tabakovic (36.) völlig frei zum Abschluss, setzte den Ball aber deutlich über das Tor.
Kurz vor der Pause bot sich Amoura (44.) erneut eine Großchance. Wieder kam er frei zum Abschluss - und erneut fehlte die Präzision: Der Ball ging abermals am Pfosten vorbei.
Die zweite Hälfte begann mit einer kuriosen Szene: Die Wolfsburger kombinierten sich zunächst stark frei, Christian Eriksen leitete den Ball quer durch den Strafraum weiter - doch dann behinderten sich Aaron Zehnter und Amoura gegenseitig, als beide gleichzeitig zum Abschluss ansetzten und den Ball trafen. Auch in Durchgang zwei mangelte es beiden Teams an Präzision. Zu viele Angriffe versandeten durch einfache Ballverluste, Abschlüsse gingen entweder deutlich über das Tor oder knapp seitlich vorbei.
Insgesamt verlief die Partie nach der Pause deutlich ruhiger, mit leichten Vorteilen für den VfL Wolfsburg. Die beste Gelegenheit ergab sich, als ein Diagonalball von Konstantinos Koulierakis Sael Kumbedi (79.) fand, dessen Abschluss nur um Zentimeter am Tor vorbei strich - und damit sinnbildlich für das Wolfsburger Spiel an diesem Tag stand. Kurz vor Schluss landete ein Kopfball des eingewechselten Gladbachers Giovanni Reyna am Pfosten (85.).




























