Im Kampf um Europa muss sich die Eintracht mit einem 1:1 in Augsburg begnügen, die Gastgeber haben den Klassenerhalt sicher.
Sportvorstand Markus Krösche verzog keine Miene, Trainer Albert Riera zuckte mit den Schultern. Im Kampf um Europa tritt Eintracht Frankfurt auf der Stelle, das 1:1 (0:1) beim FC Augsburg sorgte entsprechend für Frust, während der FCA den vorzeitig sicheren Klassenerhalt bejubelte.
Der Punkt sei "für uns nicht genug", ärgerte sich Ansgar Knauff bei Sky nach dem Remis: "Wir haben uns mehr vorgenommen." Denn: Der SC Freiburg könnte im Gerangel um Platz sieben mit einem Sieg bei Borussia Dortmund am Sonntag auf drei Punkte davonziehen.
Das internationale Geschäft sei "einfach unser Ziel, dem ordnen wir alles unter", betonte Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung, wollte trotz der zähen ersten Hälfte aber nicht allzu kritisch auftreten: "Nach dem Rückstand haben wir eine gute Reaktion gezeigt und eine deutlich bessere zweite Hälfte gespielt, haben uns aber nicht mit drei Punkten belohnen können." Joker Ritsu Doan (66.) erzielte den verdienten Ausgleich. Anton Kade (44.) hatte die Augsburger, die seit nunmehr vier Spielen ungeschlagen sind, in Führung gebracht.
Gedenkminute für verstorbenen Manninger
"Wir müssen gut starten, das ist wichtig", hatte Frankfurts Coach Riera vor Anpfiff bei "Sky" gesagt und neben spielerischer Dominanz eindringlich gefordert: "Ich will eine Mannschaft sehen." Eine Woche nach dem 1:3 gegen RB Leipzig veränderte der Spanier seine Startelf auf drei Positionen, unter anderem kamen Youngster Love Arrhov und Can Uzun zum Zuge.
Nach einer Gedenkminute für den bei einem Verkehrsunfall verstorbenen Alexander Manninger, der von 2012 bis 2016 im FCA-Tor gespielt hatte, sorgte das Duo in der Anfangsphase für erste Gefahr im Augsburger Strafraum. Doch auch die zweikampfstarken Gastgeber suchten immer wieder den Weg nach vorne.
Spielerische Höhepunkte blieben trotzdem lange Mangelware, zu oft fehlte es auf beiden Seiten an der Präzision - bis kurz vor der Pause, als eigentlich die SGE mehr Kontrolle übernommen hatte. Nach einem Konter über die linke Seite traf Michael Gregoritsch den Pfosten, Kade stand in der Mitte goldrichtig und staubte ab.
Im zweiten Durchgang erhöhte Frankfurt weiter den Druck, Uzun (48.) rutschte bei einer guten Gelegenheit aber weg. Auf der Gegenseite köpfte Gregoritsch bei einer Ecke an den Pfosten (54.), der eingewechselte Doan zielte nach einem Konter besser - vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor. Auf beiden Seiten mussten die Keeper in der Schlussphase noch den Punkt festhalten.






























