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Münchner Dominanz

FC Bayern macht nächste Meisterschaft perfekt

Der FC Bayern hat Grund zum Jubeln
Der FC Bayern hat Grund zum Jubeln
Foto: © Jens Niering, dpa
22. April 2026, 19:57

Vierter Titel in Serie: Die Fußballerinnen des FC Bayern haben vorzeitig die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Giulia Gwinn und Co. hüpften wild jubelnd im Kreis, Trainer José Barcala herzte seine Meisterinnen, dann ließen sie sich in ihren Meistershirts ausgiebig von den mitgereisten Fans feiern. Dank Gwinn haben die Fußballerinnen von Bayern München ihren ersten Matchball genutzt und sich vorzeitig die deutsche Meisterschaft gesichert.

Das Team von Trainer José Barcala setzte sich zwar mit etwas Mühe bei Union Berlin mit 3:2 (1:1) durch, der vierte Titel in Folge ist dem uneinholbaren Spitzenreiter nun nicht mehr zu nehmen. Nur drei Tage zuvor hatten sich die Münchner Männer zum deutschen Meister gekrönt - nun zogen die Frauen nach.

Edna Imade (8.), Barbara Dunst (50.) und die eingewechselte Gwinn (84.), die sich zuletzt während der Länderspielphase die Schulter ausgekugelt hatte, sorgten mit ihren Treffern in der Alten Försterei für den 19. Ligasieg in Folge und damit auch für die frühzeitige Entscheidung im Titelrennen. Sophie Weidauer (11.) und Lia Kamber (77.)erzielten die Tore für Union.

FC Bayern träumt vom Triple

Mit noch vier ausstehenden Spielen und 64 Punkten auf dem Konto ist Bayern nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen - doch die Münchnerinnen wollen mehr. Denn im Saisonendspurt kann Bayern sogar noch vom Triple träumen: Dafür gilt es am Samstag (18.15 Uhr/Disney+) aber zunächst im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den spanischen Spitzenklub FC Barcelona die Chance auf den ersten Königsklassen-Titel zu wahren, im DFB-Pokal steht am 14. Mai das Finale gegen den Dauerrivalen VfL Wolfsburg an.

Nach der insgesamt achten Meisterschaft können die Münchnerinnen zumindest mit Rückenwind in die entscheidenden Wochen starten.

Vor diesem Hintergrund hatte Barcala im Vorfeld mit Blick auf den angepeilten Triumph in der Bundesliga betont: "Es wäre fantastisch, es so früh wie möglich zu schaffen, dann könnten wir die Energie für die nächsten Schritte verwenden." Der Plan ging auf.

Gwinn erlöst den FC Bayern

Der Spanier kann auch wieder auf Gwinn, die sich im ersten WM-Qualifikationsspiel des DFB-Teams gegen Österreich (5:1) noch verletzt hatte, und Klara Bühl nach einer überstandenen Wadenverletzung zählen. Beide Nationalspielerinnen nahmen neben Torjägerin Pernille Harder zunächst aber auf der Bank Platz - später übernahm vor allem Gwinn eine Hauptrolle.

Von Außen sah das Trio zunächst wie ihre Teamkolleginnen auf dem Platz vor 13.220 Zuschauern sogleich die Spielkontrolle übernahmen. Die Führung ließ auch nicht lange auf sich warten, nach einem ersten Kopfballversuch (6.), den Union-Keeperin Cara Bösl abfing, schlug Imade bei ihrem nächsten Anlauf zu. Doch die Antwort der Gastgeberinnen folgte prompt: Weidauer nutzte eine Nachlässigkeit von Dunst aus, stürmte auf das Tor zu und behielt frei vor Keeperin Ena Mahmutovic die Nerven.

Bayern drängte weiter nach vorne, doch die Berlinerinnen zeigten sich bissig in den Zweikämpfen. Immer wieder ließen die Münchnerinnen den Ball durch die eigenen Reihen laufen, fanden im letzten Drittel aber kein Durchkommen. Linda Dallmann versuchte es schließlich aus der zweiten Reihe, doch Bösl parierte stark (33.). Auch nach der Pause machte Bayern weiter Druck, Dunst belohnte die Bemühungen.

Barcala brachte mit Harder und Bühl (62.) frische Kräfte für die Offensive, doch Union blieb zunächst gefährlich. In der Schlussphase kam dann auch Gwinn noch zum Einsatz - und traf nicht einmal 15 Minuten später zum Titelgewinn für Bayern.

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