Nach zehn extrem erfolgreichen Jahren kehrte Kingsley Coman dem FC Bayern im Sommer 2025 den Rücken, um sein Glück fortan abseits der ganz großen europäischen Fußballbühne bei Al-Nassr zu versuchen. Schon im ersten Jahr in Saudi-Arabien zeichnet sich ab, dass der Offensivspieler dem Credo seiner Karriere auch im Königreich treu bleibt: Titel gewinnen!
Seinen ersten Einsatz als Profi bestritt Kingsley Coman am 17. Februar 2013, als Startrainer Carlo Ancelotti den damals 16-Jährigen bei der überraschenden 2:3-Niederlage von Paris Saint-Germain gegen den FC Sochaux-Montbéliard kurz vor dem Schlusspfiff einwechselte. Es war der ernüchternde Start einer Laufbahn, die ihresgleichen sucht,
Denn trotz der Pleite gewann PSG 2013 den Titel in der französischen Ligue 1. Es sollte der Auftakt einer irren Serie sein. In den nächsten zehn Jahren gewann Coman mit seinen Teams immer die nationale Meisterschaft. 2014 folgte ein zweiter Titel mit PSG, dann der Wechsel nach Italien zu Juventus, wo Coman bei den Erfolgen 2015 und 2016 mindestens ein paar Liga-Minuten absolvierte.
Kurios: 2016 stand er zu Saisonbeginn für Juve auf dem Platz, wechselte dann vor Ablauf der Frist zum FC Bayern, gewann mit den Münchnern die Schale und hatte somit bei zwei Meisterschaften in einem Jahr die Füße im Spiel.
Der ersten Deutschen Meisterschaft in München folgten von 2017 bis 2023 sieben weitere, ehe Bayer Leverkusen die irre Dominanz des Bundesliga-Riesen durchbrach. 2025 verabschiedete sich Coman jedoch erneut mit der Schale in der Hand. 2026 deutet alles darauf hin, dass ihm dieses Kunststück auch mit Al-Nassr gelingt.
Nach 29 Spieltagen führt der Klub um Cristiano Ronaldo und Co. die Tabelle an, Comans Anteil daran ist alles andere als gering.
Coman hat Rekord aus seiner Zeit beim FC Bayern bereits getoppt
In 26 Einsätzen in der Pro League erzielte der 29-Jährige acht Treffer und legte satte zehn Buden auf - ein Novum für den Nationalspieler, dessen Bestwert zuvor 16 Torbeteiligungen für den FC Bayern in der Bundesliga-Spielzeit 2020/21 darstellte. Acht Treffer sind ebenfalls Rekord für Coman in einer Liga-Saison, zum Topwert von elf Assists (ebenfalls 2020/21) fehlt nur noch eine Vorlage.
Werte, die untermauern, dass der Schütze des goldenen Tores im Champions-League-Finale 2020 auch bei einem europäischen Topklub wohl noch ein wichtiger Faktor hätte sein können. Dass Coman stattdessen den Weg aus dem Rampenlicht wählte, ist aber keine große Überraschung.
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Bereits 2018 äußerte der von vielen Verletzungen geplagte Coman Gedanken an ein Karriereende. Sollte er erneut lange ausfallen, werde er ein "anonymes Leben" bevorzugen, erklärte Coman damals bei "Telefoot". Auszeiten begleiteten ihn anschließend zwar weiterhin, so schlimm wie zwischen 2016 und 2018, als er insgesamt 76 Spiele für Klub und Nationalmannschaft verpasste, wurde es zum Glück aber nie mehr.
































