Nico Schlotterbecks neuer Vertrag bei Borussia Dortmund enthält eine Hintertür in Form einer Ausstiegsklausel - und das schon für den kommenden WM-Sommer. Bei Ex-Nationalspieler Didi Hamann stößt der BVB-Deal auf Kritik.
"Der einzige Grund, warum er den Vertrag unterschrieben hat, ist, dass er im Moment keinen anderen hatte, der bereit war, die Ablöse zu zahlen", sagte Hamann im Fußball-Talk "Sky90". "Die Bayern haben bei Dayot Upamecano eine Ausstiegsklausel einbauen müssen, die nächstes Jahr oder im nächsten Sommer gilt. Das heißt, dass die Dortmunder das auch machen müssen. Aber eine Ausstiegsklausel in zwei oder drei Monaten zu machen, halte ich für fatal. Das ist eine Vertragsverlängerung, bei der beide Parteien die Verlierer sind. "
Hamann rechnet damit, dass sich Schlotterbeck nach der WM-Endrunde in Kanada, den USA und Mexiko nach einem neuen Arbeitgeber umschaut. "Ob er einen findet, weiß ich nicht", sagte der TV-Experte.
Didi Hamann versteht den BVB nicht
Dem BVB winken dem Vernehmen nach zwischen 50 und 60 Millionen Euro, sollte Schlotterbeck in diesem Sommer den Abflug machen - laut Hamann ein schwacher Trost.
"Das Geld, das die Dortmunder mehr bekommen werden, werden sie wahrscheinlich wieder bezahlen müssen, weil das Transferfenster schon etwas weiter fortgeschritten ist", erklärte der 52-Jährige.
Hamann kritisierte: "Der Verein lebt von der Identifikation. Wenn ich Fan wäre oder ein Kind hätte, das ein Dortmund-Trikot will, dann würde ich versuchen, ihm auszureden, ein Schlotterbeck-Trikot zu wollen, weil er wahrscheinlich in zwei oder drei Monaten nicht mehr da ist. Ich verstehe nicht, dass der Verein da nicht hart geblieben ist - Ausstiegsklausel hin oder her. Ja, soll er sie im nächsten Sommer bekommen, aber doch nicht in zwei Monaten."
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Schlotterbecks Arbeitspapier ist bis 2031 datiert. Die Klausel in diesem Sommer gilt Berichten zufolge nur für Real Madrid, den FC Liverpool sowie einen weiteren internationalen Top-Klub.






























