Er ist die Sensation der noch jungen Formel-1-Saison, doch Kimi Antonelli lässt sich von seinem Höhenflug nicht blenden. Trotz zwei Siegen und der aktuellen Führung in der Weltmeisterschaft bleibt das 19-jährige Mercedes-Wunderkind bemerkenswert ruhig und sendete nun eine klare Botschaft an die Konkurrenz.
"Ich spüre nicht mehr Druck", erklärte Antonelli am Freitag in einer digitalen Medienrunde nach seinem Traumstart in das neue Formel-1-Jahr. Zwar seien die Erwartungen nach seinen Erfolgen in China und Japan deutlich gestiegen, doch davon will sich der Italiener nicht beeinflussen lassen: "Am Ende des Tages fokussiere ich mich auf den Prozess, was ich tun muss."
Sein Ansatz ist dabei eindeutig: Antonelli will keine Ablenkung durch Hype oder Titelträume zulassen. "Ich versuche, auf dem Boden zu bleiben, mich auf das Endziel zu konzentrieren und darauf, wie ich dorthin gelange." Worte, die zeigen, wie reif der jüngste WM-Spitzenreiter der Geschichte bereits denkt.
Nach drei Rennen liegt Antonelli neun Punkte vor seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell. Doch statt Euphorie herrscht Fokus bei dem Teenager, der im März zum jüngsten Grand-Prix-Sieger aller Zeiten aufgestiegen war.
Die ungeplante Pause im Rennkalender nutzte Antonelli derweil zur Analyse, auch wenn ihm die Zwangspause inzwischen zu lang wird: "Ich möchte einfach wieder raus auf die Strecke."
Antonelli klar: "Fahre, um Meisterschaften zu gewinnen"
Beim nächsten Rennen am ersten Mai-Wochenende in Miami wird Mercedes wohl erneut zu den Favoriten zählen. Intern herrscht dabei längst ein ehrgeiziges Duell zwischen den beiden Piloten: "Wir haben großen Respekt füreinander", sagte Antonelli über Russell, stellte aber gleichzeitig klar, dass er sich nicht verstecken will.
Sein Anspruch ist unmissverständlich: "Natürlich habe ich das Gefühl, dass ich ein Herausforderer sein kann. Deswegen bin ich hier." Und noch deutlicher: "Ich fahre, um Rennen und Meisterschaften zu gewinnen."
Mit einem konkurrenzfähigen Auto im Rücken sieht Antonelli eine vielleicht einmalige Gelegenheit: "Diese Jahr biete uns allen eine riesige Chance." Und die will er zunächst gemeinsam mit George Russell nutzen.


