Die deutsche Nationalmannschaft liefert im Testspiel gegen die Schweiz ein 4:3-Spektakel. Vorne hui, hinten pfui? RTL-Experte Lothar Matthäus nennt die Stärken und Schwächen im deutschen Spiel und erklärt, warum er in der Defensive nicht rotieren würde.
TV-Experte Lothar Matthäus sieht trotz einiger Patzer in der Defensive des DFB-Teams keinen Bedarf für einen Wechsel in der Innenverteidigung. "Ich würde heute nicht die Fehler bei den Toren – und da sind Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah in der Verlosung - gleich als Grund nehmen, die Innenverteidigung zu wechseln", sagte er zu RTL/ntv und sport.de.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte gegen die Schweiz auf das Duo Tah und Schlotterbeck in der Startelf gesetzt. Letzterer patzte gleich doppelt mit Fehlern im Aufbau vor Gegentoren. Tah traf zwar selbst, wirkte in der Defensive aber nicht immer sicher.
"Jeder kann mal ein schlechtes Spiel machen. Sie haben bisher hervorragende Leistungen vollbracht. Heute sind Fehler passiert. Sie haben die Möglichkeit, es im nächsten Spiel besser zu machen", so Matthäus weiter. Am Montag trifft die DFB-Elf in Stuttgart auf Ghana (20:45 Uhr im Live-Ticker).
In der Hinterhand für die Innenverteidigung hat der Bundestrainer unter anderem Routinier Antonio Rüdiger. Sein letztes DFB-Spiel absolvierte er Anfang September 2025. Inzwischen hat er seinen Stammplatz verloren.
Matthäus schwärmt von Wirtz
Dennoch habe Rüdiger als Spieler von Real Madrid "den Anspruch, von Anfang an zu spielen", betont Matthäus. "Er akzeptiert jetzt seine Rolle. Er wird alles in den kommenden Monaten tun, um Nagelsmann zu überzeugen, dass er wieder in der Anfangsformation ist."
Die Highlights der Partie Schweiz vs. Deutschland
Generell seien die drei Gegentore das große Manko im Spiel gewesen, sagte Matthäus. "Vor allem wie sie zustande gekommen sind. Sehr fahrlässig im Aufbauspiel bei den ersten beiden Gegentoren. Das muss man vermeiden. Bei Turnieren wird das anders bestraft."
Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Mannschaft nach vorne einen "attraktiven, erfolgreichen Fußball" gespielt habe. "Sie haben gut miteinander gespielt, gute Laufwege, gutes Passspiel. Geschwindigkeit mitgenommen. Das macht Riesenfreude, der Mannschaft in der Offensive zuzugucken."
Viel Lob verteilte der DFB-Rekordspieler an Zauberfuß Florian Wirtz, "nicht nur wegen der beiden Tore." "Er war präsent, überall zu finden. Man sieht: Die Mannschaft sucht ihn. Das ist das, was er braucht. Ballkontakte. Ähnlich wie in Leverkusen vor zwei Jahren. Da war er in der Offensive der Unterschiedsspieler schlechthin", erklärte der 65-Jährige. Einen besseren Florian Wirtz habe er nur sehr selten gesehen, betonte er. "Vielleicht in Leverkusen, aber ganz sicher nicht bei der Nationalmannschaft."













