Oliver Baumann soll bei der WM in den USA, in Kanada und Mexiko im Tor der deutschen Fußballnationalmannschaft stehen. Allerdings hat der Hoffenheimer bisher noch kein großes Turnier als Stammtorwart gespielt. Ein Nachteil? Nein, sagt eine deutsche Torwart-Legende.
Nach Ansicht des früheren Nationaltorwarts Andreas Köpke ist Oliver Baumann reif für die Rolle als Nummer 1 in der deutschen Fußballnationalmannschaft.
"Oliver Baumann hat es sehr gut gemacht. Das Vertrauen in ihn ist gerechtfertigt. Er spielt eine sehr gute Saison. Olli hat zwar noch keine WM gespielt, aber er ist erfahren genug. Er hat es sich verdient, die Quali-Spiele hat er gut gemacht", sagte Köpke im Interview mit der "Deutschen Presse-Agentur".
Baumann ist 35 Jahre alt und kam im DFB-Team in der WM-Qualifikation für den verletzten Marc-André ter Stegen zum Zug. Auch Köpke war schon im höheren Fußballer-Alter, als er die Nummer 1 der Nationalelf wurde.

1994 löste er nach der WM in den USA Bodo Illgner im DFB-Kasten ab, zwei Jahre später spielte Köpke im Alter von 34 Jahren bei der EM in England sein erstes Turnier als Stammkeeper - und gewann mit der Mannschaft von Trainer Berti Vogts direkt den Titel.
Baumann hat sich "Respekt erarbeitet"
Dass Baumann seinen Platz im deutschen Kasten sicher hat, steht eigentlich außer Frage. In dieser Saison spielte Baumann in den sechs Partien der WM-Qualifikation als einziger Nationalspieler die kompletten 540 Minuten. Auch bei den Testspielen in der Schweiz (Freitag, ab 20:15 Uhr, LIVE bei RTL) und am Montag in Stuttgart gegen Ghana (20:45 Uhr/ARD) soll er spielen.
Baumann hatte erst im Herbst 2024 seine Länderspiel-Premiere gefeiert, als ter Stegen erstmals verletzt ausfiel. Vor einem Jahr wurde er im Zweikampf mit dem Stuttgarter Alexander Nübel von Nagelsmann zur vorläufigen Nummer eins ernannt.
Bisher bestritt der Hoffenheimer zehn DFB-Partien. Bei einem großen Turnier stand er aber noch nicht im Tor. Dennoch fühlt er sich bereit für die große WM-Aufgabe im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko.
"Ich glaube, ich habe mir in der WM-Qualifikation schon ein bisschen Respekt erarbeitet. Und spätestens wenn die anderen Teams bei der WM eine Gegneranalyse machen, werden sie feststellen, dass dieser Baumann kein ganz Schlechter ist", sagte er im Interview der "Süddeutschen Zeitung".













