Bei Borussia Dortmund herrscht nach dem Champions-League-Aus gegen Atalanta Bergamo Fassungslosigkeit. Ein Last-Minute-Blackout der BVB-Defensive um Torwart Gregor Kobel und Abwehrspieler Ramy Bensebaini sorgte für den entscheidenden Treffer der Italiener per Strafstoß. Eine Legende des FC Bayern ging mit den Unglücksraben hart ins Gericht.
In den vergangenen Jahren war Gregor Kobel bei Borussia Dortmund eine der großen Konstanten. Regelmäßig rettete der Schweizer dem BVB mit seinen Paraden wichtige Punkte.
Am Dienstagabend leistete sich der Schlussmann jedoch einen folgenschweren Aussetzer.
Statt den Ball in der Nachspielzeit auf die Tribüne oder in den Nachthimmel zu hauen, spielte Kobel das Leder in die Füße von Bergamos Mario Pasalic, nach dessen Flanke traf Ramy Bensebaini Nikola Krstovic mit dem Fuß am Kopf, Lazar Samardzic verwandelte den fälligen Foulelfmeter (90.+8), direkt danach war Schluss - und der BVB-GAU Realität.
Im "Sport1-Fantalk" ließ Thomas Strunz, Klub-Ikone des FC Bayern, kein gutes Haar am Dortmunder Torwart. "Alles nur, weil der Kobel den Ball nicht einfach nach vorne schießt", fluchte der 57-Jährige: "Schieß den Ball einfach nach vorne und das Spiel ist beendet! Das kann nicht wahr sein."
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Kultcoach Peter Neururer ging sogar noch einen Schritt weiter. "An fußballerischer Dummheit nicht zu übertreffen", polterte der ehemalige Übungsleiter des FC Schalke 04 nach dem Borussia-K.o. in den Schlussminuten.
BVB-Keeper Kobel gesteht Fehleinschätzung ein
Kobel selbst gab sich nach dem Abpfiff kleinlaut und gestand seinen Fauxpas ein. "Das war mein Fehler am Ende. Es tut mir leid für die Jungs", sagte der 28-Jährige bei "DAZN".
Fußball sei "manchmal hart", ergänzte Kobel: "Ich komme raus, wollte ihn zuerst wegschlagen, dann war die Lage nicht ganz so. Das ist ein Bruchteil von einer Sekunde: Du denkst in dem Moment nicht, dass der Ball einfach irgendwie weg soll. Ich war dann im Spiel drin und habe versucht, noch eine Lösung zu finden." Eine bittere Fehlentscheidung.































