Fußball-Zweitligist FC Schalke 04 ist auf bestem Weg, in die Bundesliga zurückzukehren. Sollte es tatsächlich klappen, müsste der Kader im Sommer aber wohl an gleich mehreren Stellen angepasst werden, meint S04-Ikone Tomasz Hajto.
Der ehemalige Schalke-Profi Tomasz Hajto sehnt den Aufstieg seines Ex-Klubs herbei. Gleichwohl weiß auch er, was dann im kommenden Jahr auf den Revierklub zukommen wird.
"In der ersten Saison wird der Klassenerhalt sehr schwer. Du brauchst eine andere Qualität im Kader", merkte der heute 53-Jährige im Interview mit "WAZ" an. Der einstige Verteidiger betonte: "Schalke hat aktuell nicht das große Geld, deshalb müssen die Spieler sehr sorgfältig ausgewählt werden. Ich bin mir sicher, dass der Zettel von Baumann mit Spielernamen sehr lang ist."

Hajto stand zwischen 2000 und 2004 für Königsblau auf dem Rasen, gewann mit dem Klub zweimal den DFB-Pokal. "Ich habe früher noch gegen Frank Baumann gespielt. Er war ein sehr leistungsstarker Spieler, eher ein ruhiger Typ. Aber er weiß, was Schalke bedeutet", so der ehemalige polnische Nationalspieler, der sich gerne an die alten Zeiten auf Schalke erinnert.
Dzeko für Schalke 04 in der Bundesliga? Hajto zurückhaltend
"Ich denke an das Jahr 2000, als Andreas Möller zu Schalke kam. Was da bei uns passiert ist, war Wahnsinn. Möller hat auf der Klaviatur gespielt wie ein Meister – und das als Borusse", so Hajto: "Meine Kollegen und ich waren dafür da, das Klavier zu tragen – und das haben wir gerne für Typen wie Andy Möller gemacht."
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Im Falle eines Aufstiegs brauche der FC Schalke 04 ebenfalls "sechs oder sieben Spieler, die das Klavier tragen, und vielleicht ein oder zwei, die wie damals Möller auf der Klaviatur spielen."
Ob auch Top-Winter-Neuzugang Edin Dzeko dann noch Teil der Mannschaft von Miron Muslic ist, hängt laut Tomasz Hajto vor allem vom Gesundheitszustand des Bosniers ab. "In der Bundesliga spielst du gegen Mannschaften mit viel größeren Budgets und oft extremem Pressing. Da reicht es nicht, nur mitzujoggen. Ein Stürmer muss für die Mannschaft arbeiten. Schau dir Harry Kane bei Bayern an – der läuft zehn oder zwölf Kilometer pro Spiel. Tore schießen kann Džeko immer, aber in der Bundesliga gehört mehr dazu", zeigte sich der heutige TV-Experte durchaus skeptisch. Aktuell fehlt der 40-Jährige wegen einer Schulterverletzung.
































