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"Solche Spiele liebt man als Fußballer"

Traumtor inklusive: HSV gewinnt irres Derby gegen Werder

Traf traumhaft für den HSV: Luka Vuskovic
Traf traumhaft für den HSV: Luka Vuskovic
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn
07. Dezember 2025, 17:36

Party-Time im Volkspark: Dank Joker Yussuf Poulsen und einem starken Finish hat der Hamburger SV noch das feurige Nordderby gegen Werder Bremen gewonnen.

Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin setzte sich am Sonntag mit 3:2 (0:1) gegen den Erzrivalen durch, Poulsen ließ das Stadion mit seinem Siegtreffer in der 84. Minute förmlich explodieren - es war sein erstes Tor für den HSV.

Zudem waren Albert Sambi Lokonga (63.) und Luka Vuskovic mit einem Hacken-Traumtor (75.) für den HSV erfolgreich, die Treffer von Jens Stage (45.) und Justin Njinmah (78.) waren für Werder in dem Prestige-Duell am Ende zu wenig.

"Genau solche Spiele liebt man als Fußballer", jubelte Poulsen am "DAZN"-Mikrofon, der Derbyheld wollte so schnell es geht zu seinem Teamkollegen: "Darf ich jetzt feiern?"

Der HSV versöhnte seine Fans mit dem umjubelten Erfolg gegen die ungeliebten Bremer auch für die Derby-Pleite gegen den Stadtrivalen St. Pauli zum Saisonbeginn, außerdem robbte der Aufsteiger in der Tabelle bis auf einen Punkt auf Werder heran und ist weiter 13. - vor allem dank der Heimstärke des Traditionsklubs. Das 3:2 war der zweite Heimsieg in Serie, insgesamt holte die Polzin-Elf 13 von insgesamt 15 Punkten zu Hause.

"Es gibt nicht viele Duelle in Deutschland, die ähnlich elektrisierend sind", hatte Polzin vor dem ersten Nordderby seit fast acht Jahren auf der großen Bundesliga-Bühne gesagt und auch die Fans machten ihr Team bei einer spektakulären Busankunft noch einmal heiß - die komplette Mannschaft stieg aus und ging die letzten Meter zum Stadion durch ein Spalier. Doch von Power und Leidenschaft war dann auf dem Platz erst einmal nicht viel zu sehen.

Beide Teams beschnupperten sich vor 56.100 Zuschauern zunächst ausgiebig und versuchten bei bestem norddeutschen Schmuddelwetter keinen großen Fehler zu machen - Lokonga kam erst in der 39. Minute aus der Distanz zur ersten echten Torchance der Partie. Und als alle schon dachten es geht mit 0:0 in die Pause, stach Werder eiskalt zu.

Hamburgs Nicolas Capaldo verlor auf der rechten Seite im Spielaufbau den Ball, Romano Schmid passte sofort zu Stage - und der Däne nutzte den freien Raum. Überlegt schloss der Mittelfeldmann aus rund 16 Metern zu seinem schon fünften Saisontor ab.

Pyroshow und viel Feuer auf dem Rasen

Vor der zweiten Halbzeit fackelten die HSV-Fans dann eine Pyroshow ab, auch die Spieler kamen mit ordentlich Feuer aus der Kabine.

Immer wieder versuchten die Hamburger über Fabio Vieira schnell und direkt in die Spitze zu kommen, Werder hielt mit viel Leidenschaft dagegen - doch Bakery Jatta hatte bei seinem Bundesliga-Saisondebüt dennoch eine gute Möglichkeit (55.). Auf der anderen Seite prüfte Senne Lynen HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (59.).

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Der HSV machte mehr und mehr Druck, Lokonga behielt dann beim Ausgleich in einem Kuddelmuddel im Werder-Strafraum den Überblick und beförderte den Ball mit Wucht ins Tor. Vuskovic machte es kurz danach später artistisch - und traf per Hacke.

Der HSV gab danach weiter Gas, musste aber erst einmal den Rückschlag durch Njinmah hinnehmen. Doch dann war Poulsen mit seinem ersten Ballkontakt zwei Minuten nach seiner Einwechslung noch zur Stelle.

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