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Mysteriöse Krankheit oder altbekannte Muster?

BVB-Profi im Formtief: Was ist mit Julian Brandt los?

BVB-Profi Julian Brandt steckt im Formtief
BVB-Profi Julian Brandt steckt im Formtief
Foto: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Luciano Lima
09. März 2024, 09:00

Julian Brandt war bis vor Kurzem eine der wenigen Konstanten bei Borussia Dortmund. Doch seit knapp einem Monat befindet sich der Offensivspieler des BVB in einem Leistungsloch. Eine mysteriöse Krankheit könnte der Auslöser sein - aber auch ein Rückfall in altbekannte Muster kann nicht ausgeschlossen werden.

Noch vor wenigen Wochen war Julian Brandt absoluter Leistungsträger beim BVB. Der 27-Jährige ging auf und neben dem Platz als Anführer voran. Bis Mitte Januar kam der Nationalspieler auf starke sechs Tore und acht Vorlagen in 18 Bundesliga-Spielen.

Damit war Brandt bis dato der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga und ließ in diesem Ranking sogar DFB-Überflieger Florian Wirtz von Bayer Leverkusen hinter sich (13 Scorerpunkte nach 18 Spieltagen). Angesichts des eher enttäuschenden Abschneidens von Borussia Dortmund besonders beachtlich.

Doch mittlerweile hat Wirtz Brandt in der Statistik überholt. Seit vier Bundesliga-Spieltagen wartet Brandt auf eine Torbeteiligung. Eine derart lange Durststrecke gab es für den Dortmunder in dieser Saison noch nicht.

Mysteriöse Krankheit wirft Brandt zurück

Zuvor hatte Brandt in lediglich fünf Partien keinen Scorerpunkt erzielt. Die längste "Flaute" erlebte er im November als er beim 0:4 gegen den FC Bayern und beim 1:2 gegen den VfB Stuttgart weder einen Treffer noch einen Vorlage beisteuern konnte.

Brandts Lauf wurde Ende Januar rigoros durch eine mysteriöse Krankheit gestoppt. Der DFB-Star hatte dadurch die Partien gegen den VfL Bochum (3:1) und den 1. FC Heidenheim (0:0) verpasst.

"Ich hatte acht Tage Fieber. Das dauert. Dann wirst du ungeduldig, starrst gegen die Wand, isst nichts. Das ist dann alles nicht so geil für Fußball", sagte Brandt am Rande der "Baller League" im Twitch-Gespräch mit "MontanaBlack" über seine Erkrankung, die ihn ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Der Offensivspieler habe in der Zeit sechs Kilogramm abgenommen.

An was er genau erkrankt war, sei "nicht so ganz klar" gewesen, so der 27-Jährige. Von den Symptomen her habe es sich um eine schwere Grippe gehandelt. "Ich war tot", so der Dortmunder: "Ich war zwei Wochen richtig k.o., ich habe gefühlt die Pest gehabt."

Brandt ein Schatten seiner selbst

Beim 3:0-Sieg gegen den SC Freiburg feierte Brandt aber schon wieder sein Comeback. "Wir wussten, dass es dauern wird, bis er bei 100 Prozent ist, wenn du zehn Tage ans Bett gefesselt warst", sagte Trainer Edin Terzic, der Brandt in den letzten 25 Minuten eingewechselt hatte. Trotzdem habe man gemerkt, "und das war vielleicht sogar ein bisschen überraschend, dass er im Training sofort wieder da war".

Doch davon war in den vergangenen Spielen, bei denen Brandt drei Mal in der Startelf stand, nur wenig zu sehen. Seit seinem Comeback ist Brandt nur noch ein Schatten seiner selbst. Er leistete sich immer wieder technische Fehler und Unkonzentriertheiten. Ballannahmen waren nicht genau genug, seine Pässe waren oft zu unpräzise und unscharf. Im Eins-gegen-Eins fehlte Brandt zudem die Spritzigkeit.

Fällt Brandt in altbekannte Muster zurück?

Sinnbildlich war Brandts (Nicht-)Leistung gegen Union Berlin (2:0). Der gebürtige Bremer blieb während seiner 66 Minuten Spielzeit nahezu unsichtbar, war lediglich 45 Mal am Ball und spielte nur 26 Pässe.

Ob ein direkter Zusammengang zwischen Brandts Formtief und der Krankheit besteht, ist unklar. Schließlich hatte Terzic bereits angedeutet, dass Brandt zumindest im Training bei Vollbesitz seiner Kräfte war.

Dass es sich um ein Kopfproblem handelt und Brandt zurück in altbekannte Muster gefallen ist, kann nicht ausgeschlossen werden. Leistungsschwankungen waren in der Vergangenheit leider keine Seltenheit beim BVB-Profi.

Lissy Beckonert

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