Vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 steigt in den USA, Kanada und Mexiko die 23. Ausgabe der Fußball-Weltmeisterschaft. Das DFB-Team will dann zum fünften Mal den Thron erklimmen, zwei Ikonen des FC Bayern, die 2014 beim letzten Titelcoup dabei waren, glauben allerdings nicht, dass die deutsche Auswahl eine gute Chance hat.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verfüge grundsätzlich über gute Spieler, führte Philipp Lahm, beim WM-Gewinn 2014 der Kapitän der DFB-Auswahl, gegenüber "Münchner Merkur/tz" aus, schränkte aber ein: "Nur die Vergangenheit hat es jetzt nicht unbedingt gezeigt, dass wir als Mannschaft wirklich gewachsen sind in den letzten Jahren oder über die letzten Turniere."
Zu den Favoriten zählt der ehemalige Spieler des FC Bayern hingegen "Frankreich oder Spanien, vielleicht sogar Portugal".
Ähnlich ordnete mit Thomas Müller eine weitere Ikone des DFB und des FC Bayern die deutschen Chancen im März gegenüber dem "kicker" ein: "Wir haben genügend Qualität, um jede Top-Nation an einem einzelnen Tag zu schlagen. Aber ich sehe umgekehrt die Stabilität nicht, dass wir kaum zu schlagen wären. Das ist ein Unterschied: Kann ich mal jemanden schlagen oder bin ich selbst ganz schwer zu besiegen?", umriss, der im Sommer 2025 vom FC Bayern in die MLS zu den Vancouver Whitecaps gewechselt ist, den Status Quo des DFB-Teams. Aus diesem Grund sei man seiner Ansicht nach auch "keiner der engeren Favoriten. Trotzdem sollte jeder im Kader mit dem Mindset ins Turnier gehen, alles in die Waagschale zu werfen, um das Finale möglich zu machen", so Müller weiter.
Lennart Karl vom FC Bayern "bringt einiges mit"
Welche Spieler von Bundestrainer Julian Nagelsmann überhaupt die Chance bekommen, alles in die besagte Wagschale zu werfen, ist noch offen. Durchaus Chancen darf sich aber wohl Bayerns Überflieger Lennart Karl machen.
"Lennart bringt einiges mit, was jeder Mannschaft guttut. Hauptsächlich, dass er die Fähigkeit hat, Tore zu erzielen. Die wird er auch nicht verlieren. Er traut sich in den richtigen Räumen etwas zu, scheut sich nicht davor, dass mal ein Abschluss oder Dribbling in die Hose geht. Das ist als Offensivspieler wichtig", betonte auch Müller, mahnt zeitgleich aber dazu, es "sachte angehen" zu lassen.
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Ein Fan von vorschnellen Lobeshymnen ist der 36-jährige Offensivspieler ohnehin nicht. Auch, da die Nationalmannschaft seiner Meinung nach nur zurück in die Erfolgsspur finden wird, wenn sich Spieler nachhaltig in der Weltspitze festsetzen.
"Es kommen immer wieder Talente hoch, aber feste Größen in Teams, die regelmäßig im Halbfinale oder Finale der Champions League unterwegs sind und diese Erfahrung sammeln, Verantwortung gespürt haben und gefestigt sind, haben wir kaum", führte Müller aus. "Was ich meine, ist die Konstanz. Diese Entwicklung muss wieder einsetzen, um zu den Top-3-Kandidaten auf den WM-Titel zu gehören."






























